{"id":895,"date":"2013-12-18T19:12:59","date_gmt":"2013-12-18T17:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=895"},"modified":"2013-12-25T17:29:00","modified_gmt":"2013-12-25T15:29:00","slug":"mumbai-kerala","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/asien\/mumbai-kerala\/","title":{"rendered":"Mumbai + Kerala"},"content":{"rendered":"<p><strong>8. &#8211; 22. Dezember 2013<\/strong><\/p>\n<p>16. &#8211; 22. Dezember: Am Morgen fuhren wir in Periyar in den Nationalpark, um eine Bootsfahrt zu machen. Irgendwie hat es mit der Buchung nicht geklappt, weshalb wir nicht um die gew\u00fcnschte Zeit aufs Boot steigen konnten. So mussten wir halt 1 1\/2 Stunden warten. Die Gegend um den See ist wirklich sch\u00f6n. W\u00e4hrend der ganzen Bootsfahrt muss man jedoch die Schwimmweste tragen, kann warm werden. Am Ende des Sees sahen wir dann noch eine Elefantenherde, habe ich aus Afrika bereits etwas vermisst. Aus dem See ragen Baumst\u00e4mme, es sah recht mystisch aus. Nach der Bootsfahrt fuhren wir weiter, wieder in etwas tiefere Lagen, auf Meeresh\u00f6he. Dort \u00fcbernachteten wir in einer wirklich sch\u00f6nen Hotelanlage, welche direkt an den sogenannten Backwaters lag. Die Backwaters ist ein Seen- und Flusssystem von insgesamt 1900 km, das etwas versetzt vom Meer liegt, jedoch damit verbunden ist. Unser Fahrer holte uns am n\u00e4chsten Morgen ab, um uns zu einem Hausboot zu chauffieren, das wir gebucht hatten. Das g\u00f6nnten wir uns. Da kann man 24 Stunden oder l\u00e4nger ein solches Hausboot mieten, wo man durch die Backwaters sich fahren lassen kann. Dabei wird man ausgezeichnet verk\u00f6stigt und man schl\u00e4ft auch darauf, ein einmaliges Erlebnis. Es ist sehr gem\u00fctlich, die Landschaft ist wundersch\u00f6n, wie ihr auf den Bildern sehen k\u00f6nnt. Und endlich kann man seine Seele baumeln lassen, wobei auch auf dem Wasser die Hupe nicht fehlen darf&#8230; Entlang der Fl\u00fcsse wohnen die Leute in ihren H\u00e4usern. \u00dcberall h\u00f6rt man Schl\u00e4ge. Aber was ist das? Es sind Hausfrauen, welche im Fluss stehend ihre W\u00e4sche waschen und eben die W\u00e4sche ausklopfen, wie im vorletzten Jahrhundert, und das ist ja nicht einmal \u00fcbertrieben. Gegen den Sonnenuntergang ankert das Schiff an seinem bestimmten Platz, wo man dann die Nacht verbringt. Am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir zu unserem Abfahrtsplatz, wo uns der Fahrer abholte, und weiter ging&#8217;s ans Meer. Ganze drei Tage verbrachten wir ganz im S\u00fcden von Indien. Unterwegs meinte unser Fahrer, dass er einen Ort kenne, wo es ein sehr gutes Shake gibt. Ja, also dann, halten wir doch an. F\u00fcr unseren gesunden Menschenverstand h\u00e4tten wir da nicht Halt gemacht, es machte einen nicht besonders sauberen Eindruck. Ich sah mich bereits vor\u00fcbergehend als bester Kunde vom Hackle-Toilettenpapier. \ud83d\ude09 Zum Gl\u00fcck traf dies nicht zu, und das Shake, ein Traum. Ich weiss nicht, wann ich in den letzten Jahren ein solch feines Shake getrunken habe. Es war gefrorene Milch, Bananen, ein L\u00f6ffel Schocki-Pulver, dies wird gemixt und zuoberst noch ein paar Cashew-N\u00fcsse. Gehaust haben wir gleich neben dem Strand in einer guten Hotelanlage in Kovalam. Kaum l\u00e4uft man aus der Hotelanlage an den Strand, schreit es bereits: Hello my friend! Nein, nicht schon wieder, ich will doch endlich meine Ruhe. Liegest\u00fchle, Restaurants und sonstige L\u00e4den werden einem zum besten angepriesen&#8230; Inzwischen hatten wir ja Erfahrung sammeln k\u00f6nnen, wie man solch hahahartn\u00e4ckige Typen abfertigt. Die Temperatur des Meeres war sehr warm, angeschrieben war nirgends etwas, aber ich sch\u00e4tzte es auf mindestens 26\u00b0 C. Nat\u00fcrlich durfte auch die Ayurweda-Massage nicht fehlen, schliesslich ist man ja hier nicht alle Tage. Dann fuhren wir wieder nach Kochin zur\u00fcck, unterwegs nat\u00fcrlich der Halt beim Shake-Laden. Dort werden \u00fcbrigens 250 Shakes im Tag verkauft. In Kochin trennten sich dann die Wege von Nadia und mir. Am fr\u00fchen Morgen bestieg ich den Flieger nach Delhi, von wo es am 23.12.2013 weitergeht oder ging (je nach Zeitpunkt des Lesens dieses Berichts), nach Singapur. Es ist\/war die letzte Nacht in Indien. Und wie sieht es jetzt aus mit diesem Land? Komme ich bald zur\u00fcck oder nie wieder? Ich habe keine so krasse Einstellung. Die Frage muss ich mit weder noch beantworten. Indien ist auf der einen Seite wirklich ein sch\u00f6nes und faszinierendes Land, hat f\u00fcr mich pers\u00f6nlich im S\u00fcden an Goodwill aufgeholt. Es ist aber auch im Norden sch\u00f6n mit all der Kultur. Einfach die Leute sind zum grossen Teil anstrengend und haben oft keinen Anstand. Ich nehme die positiven Eindr\u00fccke mit in meinen Rucksack, die negativen lasse ich zur\u00fcck. Ich freue mich aber auf neue Erlebnisse in Singapur, wo ich die Weihnachten verbringen werde.<\/p>\n<p>Thema Curry: Was w\u00e4re Indien ohne Curry? Ich kann Indien fast nicht verlassen, ohne dieser Mahlzeit einen kleinen Bericht zu widmen. Was ist eigentlich Curry genau? Curry, w\u00f6rtlich Sauce, ist eine aus Indien stammende Bezeichnung f\u00fcr verschiedene Eintopfgerichte auf der Basis einer s\u00e4migen Sauce mit verschiedenen Gew\u00fcrzen und Zugaben von Fleisch, Fisch und\/oder Gem\u00fcse. Currygerichte haben sich auch ausserhalb des indischen Subkontinents durchsetzen k\u00f6nnen. Bei uns ist es ja klassisch eine gelbe Sauce, in der wir Poulet- oder Truthahnfleisch (H\u00e4hnchen oder Pute) mischen, ein paar Verr\u00fcckte tun ja noch Fr\u00fcchte dazu&#8230; \ud83d\ude09 Hier in Indien sieht es ein wenig anders aus. Das ist wirklich ein Eintopf mit Gem\u00fcse und Fleisch oder Fisch, ist eher dickfl\u00fcssig. Dazu isst man Reis oder Fladenbrote. Jede Region in Indien hat seine eigene Gew\u00fcrzmischung (Masala), die das ganze ausmachen. Es kann ganz sch\u00f6n scharf sein&#8230; \ud83d\ude42 Bei der Bestellung muss man halt angeben, dass man es nicht allzu scharf \u00e0 la Indian-Style haben m\u00f6chte, schmeckt aber sehr gut. \u00dcbrigens: In Indien kommt es niemanden in den Sinn, Fr\u00fcchte ins Curry zu mischen&#8230; \ud83d\ude42 Einen guten Appetit!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>10. &#8211; 15. Dezember: Je s\u00fcdlicher man in Indien reist, je w\u00e4rmer und feuchter wird es. Bereits Mumbai war um ein paar Grad w\u00e4rmer als noch Rajasthan. Der Hauptflughafen von Kerala liegt in Kochin. Welch andere Welt hier, sehr warm und wie erw\u00e4hnt feucht und eine immergr\u00fcne Landschaft. Hier geht es noch gesitteter zu und her als in Mumbay, wobei wir uns immer noch in Indien befinden, das darf man nicht ganz vergessen. Wir hausten mitten im Stadtzentrum und nach meiner Ankunft in Indien stand ich das erste Mal in einem Supermarkt, wo man sehr vieles kaufen kann. In der Schweiz eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, hier \u00fcberhaupt nicht. Da wird beim Ausgang genau gez\u00e4hlt, ob auch alle Artikel auf dem Kassenzettel sind. Man stellt sich das bei uns vor, wenn man einen ganzen Einkaufswagen voll gepostet hat&#8230; Am ersten Abend haben wir eine Spezialit\u00e4t von Kerala ausprobiert, ein in Bananenbl\u00e4tter eingewickelter Fisch mit einem milden Curry. Hat sehr gut geschmeckt. Am n\u00e4chsten Tag machten wir eine Stadtbesichtigung. Die Hauptattraktion sind die chinesischen Fischernetze, die ihr auch auf einem Bild sehen k\u00f6nnt. Es wurde uns gesagt, dass die Netze am Morgen tats\u00e4chlich noch zum Fischen gebraucht werden. Ehrlich gesagt zweifle ich da ein wenig. Ob da noch Fische herumschwimmen? Ich denke, dass die Netze aus touristischen Gr\u00fcnden beibehalten werden, zumindest in der Innenstadt. Ja, und es gab sogar eine Promenade am Meer entlang. Kerala ist voller Kokospalmen. Da geh\u00f6rt es sich nat\u00fcrlich auch, eine frische Kokosnuss auszuprobieren. F\u00fcr umgerechnet 40 Rappen eine frische Kokosnuss&#8230; Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts. Der n\u00e4chste Tag war Aufbruchstag, um ins Hinterland von Kerala zu fahren, zu verschiedenen Wasserf\u00e4llen. Es war wirklich sch\u00f6n. \u00dcbernachtet haben wir inmitten vom Niemandsland, wir waren auch die einzigen G\u00e4ste. Wir fuhren am n\u00e4chsten Tag noch weiter ins Hinterland, in die Teeplantagen. Es ist schlichtweg umwerfend diese Gegend, welche zwischen 1500 und 1800 m \u00fc.M. liegt. Die Strassenverh\u00e4ltnisse waren hingegen weniger umwerfend. Unterwegs hat uns der Fahrer bei einer Ayurweda-Center ausgeladen, so und jetzt gef\u00e4lligst eine Ayurweda-Massage. Ja, ja, schon gut, machen wir doch, es gibt ja bei weitem schlimmeres. Ich machte eine Kopfmassage. Die Ganzk\u00f6rpermassage hatte ich bereits in Form der Autofahrt&#8230; \ud83d\ude42 Unser Fahrer meinte dann, dass wir noch ein Ticket f\u00fcr eine kulturelle Veranstaltung kaufen sollten, es lohne sich auf jeden Fall. Also kauften wir ein Ticket f\u00fcr am n\u00e4chsten Tag. Unser Endziel hiess Munnar, ein Ort mitten in den Teeplantagen. Was denkt ihr, wachsen die Teebl\u00e4tter, die ihr auch auf verschiedenen Fotos sehen k\u00f6nnt, auf B\u00e4umen, B\u00fcschen oder an einer gew\u00f6hnlichen Pflanze? Es sind also Teeb\u00e4ume. Ein lokaler F\u00fchrer fuhr mit uns am n\u00e4chsten Morgen in einen Nationalpark, wo wir eine Mini-Wanderung von 3 km machten. Es war schon sehr sch\u00f6n auf all die Teeplantagen hinunter zu gucken. Um uns den Tee etwas n\u00e4her zu bringen, besuchten wir noch das Teemuseum, war auch interessant. Ach ja, dann stand noch die ultimative kulturelle Veranstaltung an. Wir hatten Tickets in der ersten Reihe, wobei man sozusagen auf anstatt vor der kleinen B\u00fchne gesessen w\u00e4re. Wir fragten, ob wir nicht etwas weiter hinten sitzen k\u00f6nnten, ein weiser Entscheid, wie sich sp\u00e4ter herausstellte. So fing das Programm an, Trommelkl\u00e4nge soweit das Ohr h\u00f6ren kann, und dann nochmals Trommelkl\u00e4nge mit Tschinellen. Ach du heiliger Bimbam, unsere Ohren, resp. die Trommelfelle drehten schon bald im Roten. Nach 20 Minuten h\u00f6rten die Trommeln auf, welche Wohltat. Allerdings trommelten meine Ohren auch so weiter&#8230; Dann kam indische Mimik an die Reihe, einige Leute der ersten Reihe mussten auf die B\u00fchne&#8230; Danach kamen wieder die Trommeln zum Einsatz, wobei ein in schwarz gekleideter und schreiender Geist oder was auch immer auf der B\u00fchne hin und her wankte. Bevor sich unsere Trommelfelle in seine einzelne Bestandteile aufl\u00f6sten, verliessen wir die Show, welch Schande&#8230; Aber wir sassen ja praktisch zu hinterst, das die Weisheit des Tages! Unserem Fahrer war dies dann nicht so recht. Die Weiterfahrt am n\u00e4chsten Morgen f\u00fchrte uns nach Periyar, wo es einen sch\u00f6nen See mit Nationalpark gab. Der Kalender schrieb inzwischen den 15. Dezember. Unterwegs hielten wir noch in einem Ayurweda-Kr\u00e4utergarten an, wo Pflanzen f\u00fcr diese Methode angebaut werden. Die F\u00fchrung war ganz interessant. Am Schluss mussten wir noch in den obligaten Laden, wo uns f\u00fcr jede Krankheit ein P\u00fclverchen oder ein \u00d6l angeboten wurde. So, und jetzt sollten wir einkaufen, schliesslich ist es sehr kosteng\u00fcnstig und effektiv. Ach ja, das habe ich ja auch schon geh\u00f6rt. Leider gab es keine Essenz f\u00fcr \u00fcberstrapazierte Trommelfelle, schade&#8230; \ud83d\ude42 Unsere Unterkunft war eigentlich ganz gut, auf jeden Fall belegt sie den ersten Platz f\u00fcr das feuchteste Zimmer in Indien. Als wir das Zimmer betraten roch dieses schimmlig. Die Fenster waren am Morgen auch ganz beschlagen. Nun hoffe ich, dass ich nicht zu fest grau werde! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Thema Ayurweda: Sicherlich habt ihr schon alle davon geh\u00f6rt, Ayurweda findet auch immer mehr Anklang in Europa. Vor allem hier in Kerala ist Ayurweda sehr bekannt. Doch was das eigentlich genau? Ayurweda ist eine traditionelle Wissenschaft aus indischer Naturmedizin und ganzheitlicher Heilung, in der Naturheilmethoden, Massage und andere Therapien angewendet werden. Wie gesagt beruht das ganze auf nat\u00fcrliche Basis. Da werden jeweils nat\u00fcrliche Heilpflanzen, Pulver, Essenzen und \u00d6le davon zur Heilung genommen. Der Vorteil ist, dass die erw\u00e4hnten Heilmittel wirklich zu 100 % nat\u00fcrlich sind und somit keine Nebenwirkungen haben. Es gibt hier in Kerala unz\u00e4hlige Zentren, die diese Methode anwenden. Wenn man eine Krankheit behandeln m\u00f6chte, dann muss man zuerst einen Doktor aufsuchen, der einem untersucht und dann die entsprechenden Anwendungen verschreibt. Viele Europ\u00e4er kommen hierher, um sich behandeln zu lassen. Dabei muss man jedoch je nach Krankheit eine Behandlungszeit von einer bis vier Wochen einkalkulieren. Es gibt aber auch f\u00fcr den &#8222;normalen&#8220; Touristen die klassische Ayurweda-Massage. Die bekannteste ist die Ganzk\u00f6rper-Massage und die Sirodhara, das ist eine Kopfmassage, wo man auf dem &#8222;Schragen&#8220; liegt und einem ein warmes \u00d6l \u00fcber die Stirne gegossen wird. Man sollte sich dann wieder wie neugeboren f\u00fchlen&#8230; Beides ist wirklich empfehlenswert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>8. &#8211; 10. Dezember: Geistig und geistlich ganz auf der H\u00f6he verliessen wir Varanasi per Flug nach Mumbai mit einem Zwischenstopp in Delhi. Fliegen in Indien ist auch relativ erlebnisreich. Bevor man \u00fcberhaupt den Flughafen betreten kann, muss man sein Flugticket zeigen. Dann ist die Frage immer, mit wie vielen Kilos man reisen darf. Auf dem Ticket steht jeweils 20 kg, aber stellt euch vor, die Regeln wurden eben erst ge\u00e4ndert auf 15 kg&#8230; Zwischendurch kann man sein internationales Flugticket mit dem Flug nach Indien zeigen, dann ist es je nach Laune des Check-in-Agents m\u00f6glich, die Limite auf 20 kg zu erh\u00f6hen. Und sonst bezahlt man \u00dcbergep\u00e4ck, und manchmal sagt niemand etwas. Alles klar? F\u00fcr mich nicht. Obwohl ich ja in dieser Branche gearbeitet habe, ist das ganze ein R\u00e4tsel und ich habe die Logik noch nicht herausgefunden, TII. In Mumbai wurden wir auch gleich wieder abgeholt und ab ging&#8217;s ins Hotel. Keine Ahnung wo dieses lag. Wir stiegen in ein Taxi, um nach Downtown zu fahren. Eine ganze Stunde ben\u00f6tigten wir daf\u00fcr. Mumbai ist schon wieder ganz anders als der Norden. Es hat sogar Trottoires, keine K\u00fche mitten auf der Strasse, viel weniger L\u00e4rm als sonst. Bin ich \u00fcberhaupt noch in Indien? \ud83d\ude42 Auf alle F\u00e4lle ist Mumbai eine Riesenstadt mit 20 Mio. Einwohnern. Wir erkundigten die Innenstadt auf eigene Faust. Es geht hier schon viel westlicher zu und her als eben noch im Norden. Am n\u00e4chsten Tag machten wir dann noch eine offizielle Stadtrundfahrt. Leider war am Montag die Hauptsehensw\u00fcrdigkeit, eine Insel namens &#8222;Elephant Caves&#8220; geschlossen, und so fuhren wir in einen nahegelegenen Nationalpark, wo es H\u00f6hlen zu bewundern gab. Auf einem Bild sieht ihr auch eine Spezialit\u00e4t aus Mumbai. Vor einem Bahnhof sieht ihr kleine S\u00e4cke, T\u00fcten und Taschen. Das sind die sogenannten Lunch-Boxen. Wenn die Leute am Morgen zur Arbeit fahren, dann ist das Mittagessen zu Hause noch nicht parat. Wenn dann die Hausfrauen das Mittagessen um 10 Uhr fertig gekocht haben, gehen die Jungs, die daf\u00fcr angestellt sind und weisse M\u00fctzen tragen, die Lunch-Boxen zu Hause per Zug abholen, bringen sie ins Stadtzentrum und von dort werden diese zum Arbeitsplatz gebracht. Am sp\u00e4teren Nachmittag machen die leeren Lunch-Boxen die umgekehrte Reise. So werden t\u00e4glich 200&#8217;000 Lunch-Boxen verteilt, und das ohne Fehler, wie man uns versicherte. Das ist wirklich beeindruckend. Ich empfand Mumbai geradezu als angenehm, klar, es hat auch arme Viertel, die Slums, die man von weitem sieht, aber es war einfacher, sich dort herumzuschlagen als etwa in Delhi. Es hat L\u00e4den und Restaurants wie wir sie auch von Europa her kennen und die paar Sehensw\u00fcrdigkeiten sind auch sch\u00f6n und interessant. Beim Gateway of India, das ihr auf einem Foto sehen k\u00f6nnt, wurden wir non-stop angesprochen, ob wir nicht bereit w\u00e4ren, ein paar Fotos mit Einheimischen zu machen, offenbar sahen wir wie ET oder sonst ein Wesen von einem anderen Planeten aus. Oder hatten sie uns etwa aus den letzten Bollywood-Filmen erkannt? \ud83d\ude09 Am zweiten Abend stiegen wir in ein Taxi. Mann-oh-mann, das Qualifying eines Formel 1 Rennens hatten wir ja schon hinter uns, nun folgte noch das Rennen selber. Musik auf voll Gas, gr\u00fcne L\u00e4mpchen im Auto an, und ab ging&#8217;s, das Disco-Auto bretterte quer durch Mumbai, bei den Rotlicht-Ampeln \u00fcberholte unser Fahrer einfach alle und wartete jeweils zuvorderst in Poleposition. Jedenfalls war ich froh als ich die schwarz-weiss karierte Zielflagge beim Hotel sah. Am n\u00e4chsten Morgen folgte bereits der Weiterflug nach Kerala, das ist die Provinz, die im S\u00fcdwesten von Indien liegt. Ach so, diesmal mussten wir das internationale Flugticket beim Check-in zeigen und konnten unsere Kilos gratis bef\u00f6rdern lassen&#8230;<\/p>\n<p>Thema Bollywood: Wenn man in Mumbai ist, kommt man fast nicht um die Bollywood-Filme herum. Das Wort Bollywood setzt sich aus den W\u00f6rtern Bombay (heute ja wieder Mumbai genannt) und Hollywood zusammen. J\u00e4hrlich werden mehr als 1000 Filme produziert, mehr als in Hollywood. In den Bollywood-Filmen geht es um f\u00fcr uns realit\u00e4tsfremde Filme, in denen singende, tanzende Liebespaare gegen die M\u00e4chte k\u00e4mpfen, die sich zwischen sie stellen und die sie dann nat\u00fcrlich besiegen. Heutzutage buhlen neben diesen zuckers\u00fcssen, haupts\u00e4chlich f\u00fcr Familien gemachten Filmen auch viele von Hollywood inspirierte Thriller und Actionfilme um die Gunst der Kinog\u00e4nger. Die Anzahl produzierter Filme sagt schon viel aus \u00fcber diese gigantische Hindi-Filmindustrie. In der Schweiz werden ja bekanntlich viele Bollywood-Szenen, die in den Bergen abspielen, gedreht. Eigentlich w\u00fcrden diese Szenen in Kashmir gedreht. Da jedoch dies eine Krisenregion ist, weicht man gerne in die Schweiz aus, da es dort sehr \u00e4hnlich aussieht. Deshalb steht unser Land auch in der Gunst vieler Inder, und die verm\u00f6genden und frisch verheirateten Inder verbringen gerne ihre Flitterwochen bei uns, ganz romantisch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. &#8211; 22. Dezember 2013 16. &#8211; 22. Dezember: Am Morgen fuhren wir in Periyar in den Nationalpark, um eine Bootsfahrt zu machen. 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