{"id":418,"date":"2013-09-29T19:43:30","date_gmt":"2013-09-29T17:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=418"},"modified":"2013-10-18T22:40:42","modified_gmt":"2013-10-18T20:40:42","slug":"sudafrika-fahrt-von-joburg-nach-kapstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/afrika\/sudafrika-fahrt-von-joburg-nach-kapstadt\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika \/ Fahrt von Jo&#8217;burg nach Kapstadt"},"content":{"rendered":"<p>27. September &#8211; 12. Oktober 2013<\/p>\n<p>10. &#8211; 12. Oktober: Der Baz Bus holte mich ja in Wilderness ab. Als wir abfahren wollten, kam auf einmal der Chauffer und fragte, wer ein Messer hat. Als Schweizer ist man ja fast verpflichtet, ein Schweizer Sackmesser auf sich zu tragen. Aber warum ben\u00f6tigte er ein Messer? Er hatte einen Anh\u00e4nger am Auto angekuppelt und konnte nicht mehr r\u00fcckw\u00e4rts man\u00f6vrieren, und brachte die Kabel nicht mehr aus der Anh\u00e4nger-Kuppelung. Er fragte, ob ich nicht helfen k\u00f6nnte. Schliesslich bin ich ja in der Zwischenzeit zum Automech bef\u00f6rdert worden&#8230; \ud83d\ude42 Wir kuppelten dann den Anh\u00e4nger ab, stiessen ihn zur\u00fcck und somit konnte er dann das Auto wieder herum man\u00f6vrieren. Der Bus brachte mich nach Hermanus. Diese Stadt ist sehr bekannt f\u00fcr die Walbeobachtung. Man sieht von September bis November jeweils Wale von der K\u00fcste aus. Dennoch buchte ich f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen eine Bootstour, von wo man aus die Wale noch besser sehen sollte. Mir wurde auch gesagt, dass es zur Zeit sehr viele Wale in der Bucht habe. Nun, so viele waren dann auch wieder nicht. Ein paar Passagiere sind w\u00e4hrend der Bootsfahrt gr\u00fcn angelaufen&#8230; Zur\u00fcck in Hermanus ging ich am Nachmittag auf eine Wanderung, um auf einer Anh\u00f6he auf Hermanus herunter zu gucken. Das Wetter war nicht besonders gut, und deshalb die Aussicht auch nicht. Trotzdem konnte ich von weit oben Wale im indischen Ozean sichten. Ich habe dann ein paar Nahaufnahmen von Bl\u00fcemlis und Tierlis gemacht. Fragt mich nun ja nicht, wie diese Spezien von Flora und Fauna heissen. In der Schule im Biologieunterricht hatte ich jeweils einen Fensterplatz&#8230; \ud83d\ude09 Gerne stelle ich euch ein paar Bilder auf den Blog. Mit einem Deutschen ging ich am Abend in ein uns empfohlenes Restaurant. Man riet uns dort eine Platte mit s\u00fcdafrikanischen Spezialit\u00e4ten zu bestellen. Die H\u00e4lfte war sehr gut, der andere gr\u00f6ssere Rest war auch nicht schlecht, aber dann kam mein Highlight, eingerollte Lammleber. Ich mag mich echt nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal sowas Scheussliches gegessen habe. Ich esse ja sonst schon nicht Lamm oder Innereien von Tieren, aber das \u00fcbertraf nun wirklich alles. Man hatte das Gef\u00fchl einen Geissbock im Mund zu haben. Dem Deutschen ging es auch nicht besser&#8230; Ich hatte noch am n\u00e4chsten Morgen den Geschmack im Mund, pfui-teufel! Am n\u00e4chsten Tag machten wir eine K\u00fcstenwanderung. In Hermanus gibt es eigens f\u00fcr die Sichtung der Wale einen Walausrufer. Sobald er einen Wal sichtet, bl\u00e4st er ins Horn. Ich habe gleich einen Schnupperkurs gemacht. Auf dem Bild sieht ihr nun einen schwarzen und weissen Walausrufer! \ud83d\ude42 Die K\u00fcstenwanderung war sehr sch\u00f6n und abwechslungsreich. Wir konnten sogar ein paar Wale sehen. Am Abend holte mich der Baz Bus wieder ab, um mein letztes St\u00fcck der Garden Route zu fahren, nach Kapstadt, oder Mother City wie sie liebevoll genannt wird. Kapstadt ist dann schon wieder ein anderes Kaliber als die l\u00e4ndliche K\u00fcste, eine Grossstadt eben mit all den Vor- und Nachteilen. Der n\u00e4chste Tag stand dann voll im Zeichen von Sehensw\u00fcrdigkeiten, zwischendurch regnete es immer wieder. Kapstadt ist sehr sehenswert, und es gef\u00e4llt mir hier um einiges besser als in Johannesburg. Am gleichen Tag sollte ich noch eine Info-Veranstaltung haben wegen der Safari, auf die am Sonntag Woche ging. Termin war um 17 Uhr. Es kam jedoch niemand vorbei, TIA. Wenn ich das gewusst h\u00e4tte, w\u00e4re ich dann noch lieber einen Tag l\u00e4nger an der Garden Route geblieben&#8230; Ist jedoch nicht allzu schlimm. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Safari, dich mich in den Norden von S\u00fcdafrika f\u00fchrt, in die Kalahari-W\u00fcste.<\/p>\n<p>Thema Wale: Es gibt verschiedene Wale. Wusstet ihr, dass der Delphin auch zu den Walen geh\u00f6rt? Der Wal ist ein immenses Tier. Ein ausgewachsener Wal hat die Gr\u00f6sse und das Gewicht von zehn Elefanten, verr\u00fcckt. Er kann ohne weiteres bis 18 Meter L\u00e4nge messen. Er frisst nur w\u00e4hrend rund vier Monaten, dann aber gewaltig. Pro Tag bis 1.5 Tonnen Futter, das er weit im s\u00fcdlichen Atlantik findet, rund 3000 &#8211; 4000 Kilometer weit von S\u00fcdafrika weg. Wenn er wieder zur\u00fcck in S\u00fcdafrika ist, dann frisst er gar nichts mehr. Diese Zeit wird dann zur Paarung genutzt. Auch wenn der Wal ein riesiges Tier ist, ist er irgendwie lieblich und \u00fcberhaupt nicht agressiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6. &#8211; 9. Oktober: Der Baz Bus war diesmal p\u00fcnktlich und wir hatten auch keine Panne. So fuhr ich von 6.45 Uhr bis 13 Uhr von PE nach Knysna. Dieser Ort ist doch sehr touristisch und hat einen ganz anderen Charakter als das \u00fcbliche S\u00fcdafrika. Es hat einen sehr westlichen Einschlag und scheint ein sehr beliebtes Reiseziel reicher S\u00fcdafrikaner zu sein. Kaum verwunderlich, denn es hat sehr viele Weisse, und H\u00e4user. Also H\u00e4user ist eigentlich der falsche Ausdruck, es sind Villen, von denen man nur tr\u00e4umen kann. Im Verh\u00e4ltnis zu schweizerischen Preisen, kann man diese hier geradezu f\u00fcr ein Schn\u00e4ppchen haben. Ach ja, ich habe euch ja noch gar nicht erz\u00e4hlt, dass ich Billion\u00e4r geworden bin&#8230; Dies in Zimbabwe-Dollar. Der Beweis ist in den Bildern ersichtlich. So habe doch glatt versucht, so eine Villa zu posten. Hat leider nicht geklappt! Der Makler hatte zu wenig Kleingeld, um mir das R\u00fcckgeld zu geben. Ja dann halt! \ud83d\ude09 Den Nachmittag verbrachte ich an der sogenannten Waterfront, halt eben sehr touristisch. Knysna liegt an einer Lagune, sehr sch\u00f6n. Am n\u00e4chsten Tag habe ich ein Radl gemietet und bin zum Ein- und Ausgang der Lagune gefahren, zu den sogenannten Heads. Unterwegs habe ich auf einer Insel noch ein paar weitere Villen von aussen angeschaut. Der Ausflug war sehr sch\u00f6n und endlich konnte ich wieder mal Velofahren, habe dies schon ein wenig vermisst. Nur der Sattel war bickelhart&#8230; So hiess es schon fast wieder Abschied nehmen von Knysna, der Baz Bus holte mich am anderen Tag bereits wieder ab, \u00fcberp\u00fcnktlich! Die Reise war diesmal sehr kurz, gerade mal 45 Minuten. Wilderness hiess mein Ziel. Mein Hostel lag an einer traumhaften Lage. Auf den Bildern sieht ihr meine Aussicht, und dies gerade mal f\u00fcr umgerechnet CHF 13 die Nacht. Wiederum war ich in einem Mehrbettzimmer einquartiert, in einem 14-Betten Taubenschlag. Aber kaum zu glauben, ich hatte das ganze Zimmer f\u00fcr mich alleine! So habe ich mich gleich nach der Ankunft auf die Socken gemacht, um die Umgebung zu erkunden. Die Hostelangestellte empfahl mir, auf den Bahnschienen der K\u00fcste entlang zu laufen. Zuerst dachte ich, die sei nicht ganz bekloppt, mich auf die Bahnschienen zu schicken. Ich fragte, ob es denn nicht gef\u00e4hrlich sei. Sie meinte nur manchmal. Aber keine Angst, der Bahnverkehr ist eingestellt. So kam ich zu einer Grotte, welche von irgendwelchen Aussteigern ben\u00fctzt wird. Seit sieben Jahren wohnen diese dort, ultraalternativ ist gerade noch ein schwacher Ausdruck. Aber wirklich mit Hingabe haben sie diese Grotte zu einem Anwesen gemacht, sowas habe ich noch nie gesehen. Ich liess mir das ganze mal zeigen. Man kann dort sogar Betten zum \u00dcbernachten mieten. Ihr k\u00f6nnt euch selber ein Bild davon machen auf den zwei Fotos. Im Reisef\u00fchrer stand noch, dass man eine 4-km lange Wanderung zur &#8222;Map of Africa&#8220; machen kann. Die Hostelangestellte empfahl mir dies gar nicht und meinte, es sei sehr steil. Nun, einen Indianer kriegt man nicht so schnell in die Knie, habe ich mir gesagt. So lief ich der Strasse entlang, es war wirklich steil und heiss. Geschwitzt habe ich wie ein &#8222;Ankeb\u00e4ttler&#8220;. Der Aufstieg hat sich dann aber gelohnt, eine herrliche Aussicht \u00fcber das ganze Gebiet erwartete mich. Oben angekommen traf ich einen Gleitschirmspringer. Offenbar ist Wilderness ein Gleitschirmparadies. Er konnte jedoch nicht fliegen, da es zu wenig Aufwind hatte. Nach einem Schwatz mit ihm musste ich mich wieder zur\u00fcck begeben, da es hier ja so fr\u00fch dunkel wird. Der Gleitschirm-Nichtspringer wurde von einem Kollegen abgeholt, und nach ca. 15 Minuten R\u00fcckmarsch \u00fcberholten sie mich, hielten an und fragten, ob ich mit ihnen zur\u00fcckfahren m\u00f6chte. Ja, doch. So konnte ich hinten aufs Pickup-Auto aufsteigen&#8230; Am n\u00e4chsten Morgen lief ich in ein Natur Reservat im Garden Route National Park, bevor mich der Baz Bus am fr\u00fchen Nachmittag nach Hermanus fuhr. So langsam aber sicher n\u00e4here ich mich dem Kap der guten Hoffnung.<\/p>\n<p>Thema Geld: Die W\u00e4hrung in S\u00fcdafrika ist der Rand. Gegen\u00fcber dem Schweizer Franken ist der Kurs zur Zeit sehr praktisch. Man kann ihn durch 10 teilen. Noten gibt es in der St\u00fcckelung 10, 20, 50, 100 und 200. Ihr sieht, wenn man einen gr\u00f6sseren Betrag in bar bezahlt, muss man ein paar Noten hervor nehmen, da ja die gr\u00f6sste Note gerade mal 20 CHF wert ist. Der Kurs gegen\u00fcber dem Schweizer Franken ist dieses Jahr ziemlich gefallen, gut f\u00fcr mich, schlecht f\u00fcr die Wirtschaft S\u00fcdafrikas. In Botswana gibt es den Pula, in Zimbabwe ist die offizielle W\u00e4hrung der USD. Wegen der sehr hohen Inflation wurde der Zimbabwe Dollar abgeschafft. Er ist nur noch als Souvenir erh\u00e4ltlich, weshalb ich zum Billion\u00e4r geworden bin. In Namibia gibt es den Namibia Dollar, der an den s\u00fcdafrikanischen Rand gebunden ist, d.h. 1:1. Deshalb wird es dann f\u00fcr mich weiterhin einfach sein, alles in CHF umzurechnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. &#8211; 5. Oktober: Der Baz Bus holte uns ja in East London am 3. Oktober abends ab, hatte nur 1 1\/2 Stunden Versp\u00e4tung. Wir fuhren los, schon bald dachte ich, dieses Auto t\u00f6nt aber komisch. Wir fuhren weiter, das Auto machte immer mehr L\u00e4rm, ich hatte das Gef\u00fchl, dass irgend etwas mit der Achse nicht stimmte. Nach etwa 2 1\/2 Stunden machten wir einen Halt, und dabei blieb es. Wir fuhren nicht mehr weiter, weil auch der Chauffeur ein nicht mehr so gutes Gef\u00fchl hatte. Er liess diesmal den Abschleppdienst kommen. Ein Mann, der uns zufahren sah, meinte, wir k\u00f6nnten unm\u00f6glich weiter fahren, ein Achsenbruch w\u00e4re vorprogrammiert. Inzwischen wurde auch wieder ein Ersatzbus bestellt. Der Abschleppdienst kam, und es stellte sich heraus, dass es etwas anderes war. Es l\u00f6ste sich eine Schraube beim Rad, das dann nicht mehr ganz gerade rollte. Es h\u00e4tten sich aber noch mehr Schrauben l\u00f6sen k\u00f6nnen, TIA. Diesmal war nichts mit meinen Schuhb\u00e4ndel zu machen&#8230; \ud83d\ude42 Nachdem ein Ersatzrad montiert wurde, fuhren wir mitten in der Nacht weiter. Unser Endziel, Port Elizabeth, wie schon erw\u00e4hnt, kurz PE genannt, erreichten wir dann um 2 Uhr in der Fr\u00fch, mit gerade mal 4 Stunden Versp\u00e4tung. Es gab auch Passagiere, die dann am Morgen um 6.30 Uhr wieder parat sein mussten, weil sie gleich weiterfuhren. Ich hatte das Hostel aber schon zum Voraus f\u00fcr 3 N\u00e4chte gebucht. Am anderen Morgen gab es f\u00fcr einmal keinen Prachtstag, es regnete n\u00e4mlich. Zusammen mit einer Holl\u00e4nderin lief ich in die Stadt, nichts besonderes, also die Stadt meine ich nat\u00fcrlich. \ud83d\ude09 Es gibt zwei sch\u00f6ne Geb\u00e4ude, die Stadtverwaltung und die Bibliothek. Als wir weiterlaufen wollten, machte man uns klar, dass dort nur Einheimische verkehrten. Es war mitten in der Stadt mit L\u00e4den. Aber man sollte ja auch auf die Menschen h\u00f6ren. Selbstverst\u00e4ndlich machten wir rechts umkehrt. Danach liefen wir wieder zur\u00fcck, wobei die Holl\u00e4nderin unterwegs mit zwei ihr bekannten Belgierinnen weiterfuhr. Ich habe mich entschieden, euch einen Bericht auf meinen Blog zu stellen, da ich endlich wieder einmal richtigen Internet-Empfang hatte. Zudem k\u00f6cherlte ich mir Teigwaren. Diese gibt es hier nicht allzu viel&#8230; Auch Regentage haben ihre guten Seiten! Am n\u00e4chsten Tag habe ich mich wieder mal f\u00fcr eine Safari eingeschrieben, und zwar in den Addo Elephant National Park. Wie der Name bereits vermuten l\u00e4sst, gibt es dort viele Elefanten, und wir bekamen auch viele zu sehen. Der Addo Elephant National Park ist der drittgr\u00f6sste National Park in S\u00fcdafrika. Ansonsten zeigten sich die Tiere auch nicht gerade in grossen Scharen. Aber immerhin sahen wir am Ende der Tour noch ein L\u00f6wen-P\u00e4rchen, und somit mein erster m\u00e4nnlicher L\u00f6we in freier Natur, nat\u00fcrlich nebst mir&#8230; \ud83d\ude42 Auf dem R\u00fcckweg in die Stadt hielten wir noch in einer Township, ein weiteres Mal. Der F\u00fchrer fragte uns, ob wir ein Smiley probieren m\u00f6chten. Klar doch! Mein eigenes Smiley war dann nicht mehr so gross, als ich sah, was dies genau war. Schafskopf! Der Gentleman nickt und sagt nichts! Somit war dies meine letzte Nacht in PE, und am n\u00e4chsten Tag weiter mit Baz Bus&#8230;<\/p>\n<p>Thema Township: Township ist die Bezeichnung f\u00fcr Wohnsiedlungen, welche w\u00e4hrend der Apartheid errichtet wurden. Dort wohnte, wie es erahnen l\u00e4sst, die schwarze und sonst farbige Bev\u00f6lkerung. Es gibt verschiedene Townships, von relativ guten bis f\u00fcr unser Empfinden primitiven H\u00fctten. Grunds\u00e4tzlich hat jeder, der ein Einkommen von 0 &#8211; 3500 Rand (ca. CHF 350) Monatslohn hat, eine H\u00fctte gratis zur Verf\u00fcgung. Da allerdings die Bev\u00f6lkerung in den Townships fast unkontrolliert schnell w\u00e4chst, kommt man mit dem Bau nicht nach. In den Townships herrschen eigene Gesetze, da wird sozusagen Selbstjustiz ausge\u00fcbt. Die Kriminalit\u00e4t, Drogen, AIDS, Arbeitslosigkeit und Alkohol sind grosse Probleme in den Townships. Es gibt aber auch sch\u00f6ne und neuere H\u00e4uschen, in denen man Fernsehen kann. Auf der anderen Seite gibt es immer noch diese Blech- und Holzh\u00fctten, ohne Wasser- und Kanalisationsanschluss. So machen in Kapstadt immer noch ca. 15 % der Bev\u00f6lkerung ihr t\u00e4gliches Gesch\u00e4ft in einen Eimer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>30. September &#8211; 3. Oktober: Als erstes stand also Durban auf dem Programm. Die 3.5 Mio. Einwohner z\u00e4hlende Metropole liegt am indischen Ozean, hat den gr\u00f6ssten Hafen Afrikas und ist ber\u00fcchtigt, dass es hier gef\u00e4hrlich sein soll, vor allem ab dem Zeitpunkt des Eindunkelns. Zudem ist hier eine grosse indische Gemeinschaft zu Hause, eine interessante Mischung verschiedener V\u00f6lker, neben den vorwiegend wohnhaften Zulus. Weisse Bev\u00f6lkerung sieht man hier nicht sehr viel, diese wohnt haupts\u00e4chlich ausserhalb der Stadt. So begab ich mich zuerst zum Fussballstadion, welches die Fussball-WM 2010 beheimatete. Ein sehr sch\u00f6nes Stadion. Von dort ging es weiter zum indischen Markt. Die verschiedenen D\u00fcfte lagen einem schon bald in der Nase. Anschliessend ging ich zur 8 km langen Strandpromenade, ein buntes Treiben, aber den Sprung ins Wasser habe ich noch nicht gewagt. Das folgt noch. Gef\u00e4hrlich? Gerade wollte ein Dieb einem Inder sein Handy klauen, hat aber schlussendlich nicht geklappt. Man muss einfach auf der Hut sein. Viele Reisende lassen Durban links liegen. Ich finde, es lohnt sich einen Abstecher in diese Stadt zu machen. Am n\u00e4chsten Morgen holte mich der Baz Bus um 6.45 Uhr wieder ab, um weiter s\u00fcd-westlich zu fahren. 700 km fuhren wir teils der Wild Coast, mit einem Abstecher in die s\u00fcdlichen Drakensberge bis zu meiner n\u00e4chsten Destination, East London, wird eigentlich ab 2003 offiziell Buffalo City genannt. East London ist ein Surfparadies. Bis wir da waren, mussten wir uns gedulden. So geschah, was geschehen musste. Wir hatten unterwegs eine Autopanne. Der Keilriemen war gerissen und verhedderte sich im Motor. Pl\u00f6tzlich kam der Fahrer zu mir und steckte sein Ohrteil der Freisprechanlage seines Handys in mein Ohr und weiste mich an, dass ich nun seinem Chef zuh\u00f6ren sollte. Ich verstand anfangs nicht viel, der Chef sprach mit einem indischen Akzent&#8230; Er meinte, ich soll doch meine Schuhb\u00e4ndel zusammen binden und diese als Keilriemen ersetzen, TIA. Nun gut, das ist soweit kein Problem, Schuhb\u00e4ndel oder Schn\u00fcrsenkel wie diese richtig heissen, kann man ja f\u00fcr alles m\u00f6gliche brauchen. Wir brachten jedoch schon den defekten Keilriemen nicht aus dem Motor&#8230; So wurde ein Ersatzbus f\u00fcr uns bestellt. Man h\u00e4tte ja auch die Pannenhilfe rufen k\u00f6nnen&#8230; 3 1\/2 Stunden mussten wir am Strassenrand warten. Es gibt schlimmeres. Schlussendlich kam ich um 23.30 Uhr in East London an, anstelle von 17.30 Uhr. Aber lieber sp\u00e4t ankommen als gar nicht! Daf\u00fcr war mein Hostel direkt am Strand gelegen, ist ja auch nicht schlecht. Der n\u00e4chste Tag nutzte ich, um wieder mal meine Kleider zu waschen und ein paar Eink\u00e4ufe zu t\u00e4tigen und endlich fand ich auch eine Poststelle. Den Nachmittag verbrachte ich am Strand: Sun, fun and nothing to do&#8230; Diesmal hat es auch mit dem Baden geklappt. East London hat mit den umliegenden Orten 1.4 Mio. Einwohner, es kommt mir jedoch wie ein Kaff vor, ist dennoch ein Stop wert. Der n\u00e4chste Tag verbrachte ich nochmals am Beach bis dann der Baz Bus mich bis zur n\u00e4chsten Stadt mitnahm, Port Elizabeth, kurz PE genannt. Was war unterwegs geschehen und was erwartet mich in PE? Die Aufl\u00f6sung folgt&#8230;<\/p>\n<p>Thema Sammeltaxis: In S\u00fcdafrika ist Busfahren in den St\u00e4dten praktisch kein Thema. Die Bev\u00f6lkerung benutzt die Sammeltaxis, auch f\u00fcr \u00dcberlandfahrten. F\u00fcr l\u00e4ngere Strecken gibt es auch Linienbusse. Da steht man also am Strassenrand und wartet bis eines kommt. Manchmal kommen sehr viele und manchmal keines. Und wie weiss man nun, welches Sammeltaxi man nehmen muss? Man gibt Handzeichen, z. B. wenn man in der n\u00e4heren Umgebung, in der City irgendwohin gehen m\u00f6chte, dann streckt man seinen Zeigfinger in die Luft und kreist. Wenn ich zum Strand fahren m\u00f6chte, dann mache ich mit meiner Hand Wellenbewegungen. Sonst strecke ich einfach meine Hand heraus. Alles klar? Ja, dann bitte sch\u00f6n ins n\u00e4chste Sammeltaxi&#8230; Ich auf jeden Fall muss noch in einen Crash-Kurs&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>27. &#8211; 29. September: Nach der wundersch\u00f6nen Safari, die ich erleben durfte, wurde ein neues Kapitel eingel\u00e4utet. Mit dem Baz-Bus, das ist ein Busservice f\u00fcr Touristen in S\u00fcdafrika, die einem bei der Unterkunft abholen und bei der n\u00e4chsten wieder abladen, mache ich mich auf den Weg von Jo&#8217;burg nach Kapstadt. Ich werde mir zwei Wochen Zeit nehmen, um diesen Abschnitt, via die Drakensberge, Durban und dann die ganze K\u00fcste (Garten-Route) entlang bis ans Kap der guten Hoffnung zu fahren. Ich freue mich auf die Berge aber auch auf die K\u00fcste. Die ganze Landschaft in S\u00fcdafrika ist sehr vielseitig und wie bereits mehrmals erw\u00e4hnt sehr sch\u00f6n. So wurde meine Abfahrt in Jo&#8217;burg um 8.30 Uhr best\u00e4tigt, d. h. hiess f\u00fcr mich ausschlafen&#8230; Der Inhaber der Unterkunft eilte dann um 7.15 Uhr zu mir und teilte mir mit, dass der Bus mich eine Stunde fr\u00fcher abholen w\u00fcrde, TIA. Man muss einfach flexibel sein, mal ist es eine Stunde fr\u00fcher, mal eine sp\u00e4ter, aber es funktioniert. Macht ja nichts, was ist schon eine Stunde im kommenden Jahr? Nun, ich musste dann schnell noch packen und weg war ich. Nachdem wir noch weitere Touristen in Jo&#8217;burg aufgeladen hatten, ging es Richtung S\u00fcden in die Drakensberge. Die Sonne meinte es wiederum gut mit uns, und so sahen wir vom Bus aus die sch\u00f6ne Landschaft. Die Berge sehen so aus wie diejenigen in Colorado\/USA, so ein wenig Gran Canyon m\u00e4ssig. Am Mittag war ich in der Unterkunft. Ich machte mich gleich auf die Socken und erkundigte mit ein paar Reisenden die Umgebung zu Fuss. Am n\u00e4chsten Tag liess ich mich mit einem Shuttle-Bus in den Nationalpark Royal Natal fahren, wo ich eine Wanderung unternahm. In diesem Nationalpark steht das Amphitheatre, das ist eine Bergkette, die so richtig majest\u00e4tisch in der Landschaft steht, einmal mehr traumhaft. Das Wetter h\u00e4tte nicht besser sein k\u00f6nnen. Wie heisst es doch: Das Gl\u00fcck ist immer mit die Doofen! Mir soll&#8217;s Recht sein&#8230; \ud83d\ude42 Zuhinterst im Tal gab es eine Schlucht zu sehen. Der Shuttle-Bus holte uns dann wieder ab. Eine Nacht mehr in der Massenunterkunft. Also, da trifft man auf Leute, unterschiedlicher k\u00f6nnten sie nicht sein. Aber gerade das finde ich spannend. Da ist eine 70j\u00e4hrige Frau aus Australien, die jedes Jahr auf eine weite Reise geht, ein deutscher Student, der aus dem Hochbett f\u00e4llt, eine Holl\u00e4nderin, die nicht weiss, wo sie \u00fcberhaupt hinf\u00e4hrt usw. Am n\u00e4chsten Tag musste ich bis mittags warten bis mich der Baz-Bus abholte, um nach Durban zu fahren. Durban liegt an der K\u00fcste, es soll dort eine richtig grosse indische Kolonie geben. So kann mich ja bereits auf den November und Dezember einstellen.<\/p>\n<div>Thema Sprache: In S\u00fcdafrika gibt es offiziell 11 Sprachen. Die meistverbreitete ist Zulu. Afrikaans, das die weisse Bev\u00f6lkerung importierte, wird eben nur von der weissen Bev\u00f6lkerung gesprochen. Afrikaans ist ein Mix aus verschiedenen Sprachen, \u00e4hnelt vom H\u00f6ren her am meisten ans Holl\u00e4ndische. Aber sozusagen k\u00f6nnen alle Englisch, ist nat\u00fcrlich sehr praktisch.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27. September &#8211; 12. Oktober 2013 10. &#8211; 12. Oktober: Der Baz Bus holte mich ja in Wilderness ab. Als wir abfahren wollten, kam auf einmal der Chauffer und fragte, wer ein Messer hat. 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