{"id":320,"date":"2013-10-22T08:45:09","date_gmt":"2013-10-22T06:45:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=320"},"modified":"2013-10-24T16:09:47","modified_gmt":"2013-10-24T14:09:47","slug":"sudafrika-2-safari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/afrika\/sudafrika-2-safari\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika \/ 2. Safari + 3 Tage Kapstadt"},"content":{"rendered":"<p><strong>13. &#8211; 22. Oktober 2013<\/strong><\/p>\n<p>19. &#8211; 22. Oktober: Einmal mehr nach einer Nacht alleine in einem Mehrbettzimmer habe ich mein Taxi zum Flughafen fr\u00fchzeitig bestellt. Es war ja Samstag, und somit der Verkehr auf normalem Niveau, d.h. ich erreichte den Flughafen mehr als fr\u00fch genug. Nach einem angenehmen 2-st\u00fcndigen Flug von Johannesburg, das \u00fcbrigens auf 1800 m liegt, nach Kapstadt, zog ich in einen f\u00fcr mich neuen Stadtteil in Kapstadt ein. Green Point heisst dieser Stadtteil. Das ist der Ort, wo das neue Fussballstadion f\u00fcr die Fussball-WM 2010 gebaut wurde. Wiederum ein neues Stadion, das jedoch nicht mehr gebraucht wird, wie fast alle anderen Stadien in S\u00fcdafrika nach der Fussball-WM auch. An der Rezeption teile man mir mit, dass heute ein Filmabend im Backpackers ist. Da nahm ich teil, da ich seit meiner Abreise aus der Schweiz nie mehr vor einem Fernseher sass. Am n\u00e4chsten Tag habe ich einen Ausflug mit dem Baz Bus (auch schon gelesen&#8230;) auf die Halbinsel zum Kap der guten Hoffnung gebucht. Es war ganz interessant, aber windig. Am Abend sah ich aus, Elvis h\u00e4tte keine bessere Haarwelle nach hinten machen k\u00f6nnen&#8230; Zuerst hatte es in Hout Bay einen Sandsturm. Der Sand lag auf der Strasse, h\u00e4ufte sich an, so dass der Verkehr umgeleitet werden musste. Nur der Fahrer vom Baz Bus wusste es vermeintlich besser, fuhr einfach mal durch den Sand, und kaum verwunderlich blieben wir stecken. Wir konnten weder vorw\u00e4rts noch r\u00fcckw\u00e4rts fahren. Meine automechanischen Fachkenntnisse liess ich f\u00fcr mich behalten, da wir alle aufs Boot eilen mussten, um zur Seel\u00f6wen-Insel zu gelangen. In der Zwischenzeit musste halt der Fahrer das Auto selber aus dem Sand puddeln&#8230; Weiter gings nach Boulders Bay zur Pinguinkolonie, einfach drollig diese Tiere. Mit dem Bus fuhren wir weiter, bevor wir aufs Fahrrad umstiegen. Wow, waren das &#8222;Chl\u00e4pperkisten&#8220;, war echt froh, dass alle heil angekommen sind. Ja, und dann lag es also da, das Kap der guten Hoffnung, wird als s\u00fcdwestlichster Punkt von Afrika bezeichnet. Nach einer knapp einst\u00fcndigen Wanderung stiegen wir wieder in den Bus, und zur\u00fcck ging&#8217;s nach Kapstadt. Am n\u00e4chsten Morgen machte ich mit dem Deutschen ab, den ich bereits in Hermanus getroffen habe. Wir gingen die Hauptsehensw\u00fcrdigkeiten anschauen und liefen gegen den sp\u00e4ten Nachmittag auf den Signal Hill. Da jedoch die Wege nie angeschrieben sind, war es nicht ganz einfach den Weg zu finden. Nach einem Querfeldein-Einsatz erreichten wir den knapp 400 m hohen Gipfel, einfach herrlich diese Aussicht auf Kapstadt. Nach ein paar Fotos machten wir uns wieder auf den R\u00fcckweg, da es halt immer noch relativ fr\u00fch dunkel wird. Unten angekommen, waren wir beide ziemlich m\u00fcde. So nahmen wir ein Sammeltaxi nach Sea Point, wo wir etwas Essen gehen wollten. Das Sammeltaxi hielt an und nahm uns mit. Eigentlich d\u00fcrften nur 14 Passagiere mitfahren, wir waren jedoch 21 Passagiere. Also wegen einer \u00dcberschreitung von 50 % der Passagiere machen wir jetzt kein Theater, oder?! Am selben Morgen brachte ich noch meine W\u00e4sche in den W\u00e4schesalon. Dort versprach man mir, dass die W\u00e4sche am Abend in mein Hostel gebracht w\u00fcrde. Da war jedoch keine W\u00e4sche, und am n\u00e4chsten Morgen sollte ich am Morgen zum Busbahnhof gehen, um meinen Bus nach Windhoek zu besteigen. Zum Gl\u00fcck \u00f6ffnete der W\u00e4schesalon bereits um 7 Uhr, also nach afrikanischer Uhr etwas sp\u00e4ter. Meine W\u00e4sche war noch dort, sie hatten schlichtweg vergessen, diese auszuliefern, TIA. So bestieg ich den Bus nach Windhoek, um nach Namibia zu gelangen. Die Fahrt war mit 21 1\/2 Stunden geplant&#8230; Also eigentlich wollte ich nur ein Praktikum als \u00d6lsardine machen, dieses Feeling muss man ja auch mal erlebt haben. Der Bus war wirklich ein komfortabler mit relativ viel Beinfreiheit, so sah es auf jeden Fall aus. Und wer sass neben mir? Ein richtiges Elefantenbaby, fast 2 m gross, weit \u00fcber 100 kg schwer. Er nahm Platz, ben\u00f6tigte jedoch 1 1\/2 Sitze und hatte eine fantastische Ausd\u00fcnstung, herrlich diese Aussichten. So verkam ich definitiv zur \u00d6lsardine, Reihe 5, Platz 17, ja nicht bewegen, geh\u00f6rt sich ja auch nicht als B\u00fcchsenfutter&#8230; \ud83d\ude42 Am Anfang der Reise noch das obligate Gebet, damit wir ganz ankommen in Namibia, und dass uns der K\u00f6nig der K\u00f6nige uns ja besch\u00fctzt, Amen. Das Mikrofon im Bus funktionierte nicht, so dass wir das Gebet dreimal durchgemacht haben&#8230; Die Fahrt f\u00fchrte uns in ein ziemlich abwechslungsreiches Gebiet. Die Zollformalit\u00e4ten mitten in der Nacht waren \u00fcberhaupt nicht effizient, TIA. Einen Schalter f\u00fcr 65 Passagiere auf der s\u00fcdafrikanischen Seite, immerhin zwei auf der namibischen Seite. Wir brauchten am Zoll mehr als 2 Stunden bis wir weiterfahren konnten. Nach 23 1\/2 Stunden kam ich dann in Windhoek, der Hauptstadt von Namibia an, und habe das Praktikum erfolgreich abgeschlossen. In drei Wochen geht es dann mit dem gleichen Bus wieder zur\u00fcck nach Kapstadt.<\/p>\n<p>Thema Essen und Kosten: Sehr beliebt ist in S\u00fcdafrika das Grillen, das hier Braai genannt wird. Da wird jetzt einfach alles gegrillt, was in der Wildnis gefunden wird. Die Kosten f\u00fcrs Essen sind f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse sehr niedrig. So kommt es nicht selten vor, dass eine Mahlzeit mit Fleisch billiger im Restaurant ist, als wenn man es selber kocht. Z. B. gab es gestern in einem Restaurant Salat, Cordon Bleu und Pommes f\u00fcr gerade mal ZAR 42, das macht gut CHF 4. Aus diesem Grund koche ich auch nicht so viel, das lohnt sich echt nicht. Nur wenn ich manchmal Heimweh nach der Schweizer K\u00fcche habe, dann lege ich mich ins Zeug&#8230; Und dann kommt es auch noch drauf an, in welchem Zustand die K\u00fcche ist, ausr\u00fcstungstechnisch und hygienisch. Wenn man einkaufen geht, dann auf keinen Fall am letzten Tag des Monats, dann gibt&#8217;s Lohn f\u00fcr die S\u00fcdafrikaner. Da kann es vorkommen, dass man eine halbe Stunde vor dem Laden anstehen muss, nur damit man hinein kommt, und dann mindestens 45 Minuten vor der Kasse. In den Superm\u00e4rkten findet man alles was das Herz begehrt, gleich wie bei uns, ausser beim Gem\u00fcse und den Fr\u00fcchten. Aber es lebt sich gut hier! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>13. &#8211; 19. Oktober: Am Morgen habe ich mich mal f\u00fcr die Safari parat gemacht in der Hoffnung, dass ich doch noch abgeholt werde. Und siehe da, ich traf den Tourguide. Er teilte mir mit, dass wir nur drei Passagiere seien, zwei Kanadierinnen und ich. Die Kanadierinnen machen mit dem Buss eine S\u00fcdafrika-Rundreise, die 22 Tage dauert, und sind bereits seit mehr als zwei Wochen unterwegs. Man kann dann jeweils auch nur Abschnitte von dieser Reise machen, das habe ich so nicht gewusst. Schliesslich wurde mir mein Kalahari Ausflug als Kalahari Express verkauft. Express? Nun, TIA. In einem 27 Passagiere fassenden Bus, oder eher Camion tuckeln wir dem Norden entgegen. Zu dritt ist es nat\u00fcrlich schon ein wenig eng in diesem Bus und wir k\u00e4mpfen jeweils um einen Platz&#8230; \ud83d\ude09 Wir fuhren am ersten Tag in die n\u00f6rdlichen Weinberge, in die Cederberge, wo wir auch unsere Zelte stellten. Ich habe erfreulicherweise wieder mein eigenes Reich. Die ganze Gegend ist sehr fruchtbar, neben Trauben werden auch Zytrusfr\u00fcchte und Rooibos (Rotbusch; Rooibos-Tee = Nationalgetr\u00e4nk) angepflanzt. 85 % der gewonnenen Ernte wird jedoch exportiert. Weinberge und Wein, da liegt eine Weinprobe auf der Hand. So habe ich ein paar Sorten ausprobiert, schmeckte ganz gut. Die Kanadierinnen waren bereits am Vortag auf einer Weinprobe, weshalb diese nicht mitgekommen sind. Die zwei sind reifere Damen, die eine trinkt nicht so viel Alkohol, daf\u00fcr die andere gleich f\u00fcr zwei&#8230; Ihre Wasser-Thermosflasche hatte sie bereits in eine Wein-Thermosflasche umfunktioniert, so blieb der Wein k\u00fchl. Ich glaube w\u00e4hrend den folgenden Tagen sagte sie mir jeden Abend: I need to show you how to drink wine, young man (Ich muss dir zeigen wie man Wein trinkt, junger Mann)! Ich bin ja so froh, dass mir eine kanadische &#8222;Schnapsdrossel&#8220; zeigen wollte, wie kultiviert man Wein direkt aus einer Thermosflasche trinkt&#8230; \ud83d\ude42 Am Abend sind sie dann auch schon mit den H\u00fchnern ins Bett gegangen. Wenn ich um diese Zeit ins Bett gehe, dann stehe ich bereits um Mitternacht wieder auf&#8230; Und geschnarcht hat sie wie eine Weltmeisterin! Ich h\u00f6rte sie jeden Abend im Zelt neben mir &#8222;rocheln&#8220;&#8230; So schlug ich mir halt noch die halbe Nacht selber um die Ohren. Es war eine ungem\u00fctliche Nacht, ein starker Wind blies fast das Zelt weg und es war echt kalt. Und mit Ausschlafen war nichts mehr. Da hiess es sp\u00e4testens um 6 Uhr auf, parat machen, Zelte zusammenpacken und noch kurz ein Fr\u00fchst\u00fcck. Der n\u00e4chste Tag stand voll im Zeichen von Kilometern abspulen, eine ca. 10-st\u00fcndige Busfahrt lag vor uns. Wir fuhren in den Augrabies National Park, der doch schon recht im Norden von S\u00fcdafrika liegt. Die Zeit reichte gerade noch, eine kurze Fahrt im Park zu machen und die Augrabies Wasserf\u00e4lle zu besichtigen. Der Orange River st\u00fcrzt 56 m in die Tiefe. Auch wenn man im Bus in diesem Sinne nicht viel macht, so ist eine lange Busfahrt doch erm\u00fcdend. Ich als Sonnenuntergang-Fan kam im Augrabies NP wieder mal voll auf meine Rechnung&#8230; Inzwischen schrieb der Kalender den 15. Oktober. Fr\u00fchmorgens auf und weiter ging&#8217;s. Diesmal nicht mehr so weit wie am Vortag, nach 5 Stunden erreichten wir die Kalahari W\u00fcste, wir fuhren in den Kgalagadi Transfrontier National Park, wo wir f\u00fcr zwei Tage blieben, 1250 km von Kapstadt entfernt und zur Zeit gegen 40 \u00b0C heiss. Der National Park ist der gr\u00f6sste zusammenh\u00e4ngende und multinationale National Park in ganz Afrika. Die ganze Fl\u00e4che von 2.5 Mio. km2 erstreckt sich \u00fcber S\u00fcdafrika, Botswana und Namibia. In S\u00fcdafrika sieht man eigentlich nur die Ausl\u00e4ufer der ganzen W\u00fcste, resp. Halbw\u00fcste (es regnet zwischendurch), welche bekannt ist f\u00fcr die roten Sandd\u00fcnen. Der Sand besteht aus Eisenoxid, deshalb der rostige Sand. Vor allem in Namibia sind die Farben ausgepr\u00e4gt. Hier in S\u00fcdafrika ist der Boden vorwiegend grau. Gegen den Abend gingen wir auf eine weitere Pirschfahrt (Game Drive), um etwelche Tiere zu sichten. Wir sahen vor allem Antilopen, aber f\u00fcr mich neu auch der Oryx oder Gemsbok und Schakale. Am n\u00e4chsten Morgen ging es auf eine weitere Pirschfahrt. Wir erhofften uns immer L\u00f6wen zu sichten. Die M\u00e4nnchen haben hier eine schwarze M\u00e4hne und sind von ihrer Art her die gr\u00f6ssten. Aber leider war weit und breit nichts mit den L\u00f6wen. Als Entsch\u00e4digung konnten wir Geparde sichten, sieht man n\u00e4mlich auch nicht \u00fcberall. \u00dcber den Mittag war Siesta angesagt, bevor wir gegen den Abend mit unserem Camion den Park unsicher machten. Und siehe da, ziemlich weit weg sahen wir dann noch noch ein L\u00f6wenp\u00e4rchen. Mission erf\u00fcllt! So stiegen wir am n\u00e4chsten Tag wieder in unseren Bus und nahmen die Fahrt Richtung Jo&#8217;burg unter die R\u00e4der, bis nach Vryburg. Unser F\u00fchrer erz\u00e4hlte uns, wir seien 5 Stunden unterwegs, schlussendlich waren es 10. Nun gut, hier in Afrika ticken die Uhren halt anders&#8230; \ud83d\ude09 Diese Weiten sind irgendwie faszinierend. Vor allem wir Schweizer sind es nicht gewohnt, bolzengerade Strecken zu fahren, weit und breit einfach nichts als Strasse und Telefonmasten, zwischendurch mal ein Auto. Wir passierten auch eine Eisenmine, einfach riesig. Die meisten Arbeitspl\u00e4tze in S\u00fcdafrika werden durch Minenarbeiter eingenommen. Das Eisen wird dann zu Stahl verarbeitet, der gr\u00f6sste Teil exportiert. Und f\u00fcr diese Safari war es das letzte Mal zelten, jupi&#8230; In Jo&#8217;burg konnten wir dann wieder in ein Hostel einziehen, welches weit weg &#8222;vom Schuss&#8220; lag. Somit geh\u00f6rt diese Safari auch schon wieder der Vergangenheit an.<\/p>\n<p>Thema Provinzen in S\u00fcdafrika: S\u00fcdafrika besteht aus 9 Provinzen. Die touristisch am beliebtesten ist die Western Cape, d. h. inkl. Kapstadt und die Garden Route, reicht bis etwas nach Knysna (auch schon geh\u00f6rt, oder?). Fl\u00e4chenm\u00e4ssig ist die Northern Cape die gr\u00f6sste, dort, wo die Kalahari W\u00fcste liegt, ist jedoch auch die am d\u00fcnnsten besiedelte Provinz. Die am dichtesten bev\u00f6lkerte Provinz ist als Ausgleich die kleinste Provinz, heisst Gauteng und umfasst den Grossraum Johannesburg. Auf meiner S\u00fcdafrika-Tour habe ich alle Provinzen bereist, oder zumindest durchfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13. &#8211; 22. Oktober 2013 19. &#8211; 22. Oktober: Einmal mehr nach einer Nacht alleine in einem Mehrbettzimmer habe ich mein Taxi zum Flughafen fr\u00fchzeitig bestellt. 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