{"id":291,"date":"2013-10-30T18:02:38","date_gmt":"2013-10-30T16:02:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=291"},"modified":"2013-11-15T01:57:52","modified_gmt":"2013-11-14T23:57:52","slug":"namibia-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/afrika\/namibia-2\/","title":{"rendered":"Namibia \/ Windhoek + Safari"},"content":{"rendered":"<p><strong>23. Oktober &#8211; 8. November 2013<\/strong><\/p>\n<p>4. &#8211; 8. November: Die halbe Nacht habe ich meinen gel\u00f6schten F\u00f6telis nachgetrauert. Eigentlich h\u00e4tte ich erwartet, dass man vor Ort die Fahnen auf Halbmast stellt, aber eben&#8230; \ud83d\ude42 Schliesslich gibt es schlimmeres, wenn auch das ganze \u00e4rgerlich ist f\u00fcr mich. Aber vielleicht gibt es ja noch eine L\u00f6sung, und die Fotos k\u00f6nnen irgendwie gerettet werden. Und ich bin ja wirklich kein Mensch von grosser Traurigkeit, deshalb ging es am n\u00e4chsten Tag auf ins n\u00e4chste Abenteuer. In den vergangenen Tagen habe ich mich von der Landschaft inspirieren lassen. Findet ihr nicht auch, dass manchmal auf gewissen H\u00fcgeln Winnetou und Old Shatterhand gefehlt haben? Ich habe das auf jeden Fall so empfunden. Deshalb habe ich mir eine zweit\u00e4gige Reitsafari ausgesucht, um dieses Manko wettzumachen. Zuerst dachte ich, was willst du da als alter &#8222;L\u00f6u&#8220; auf einen Gaul sitzen&#8230; Aber ich bin ja f\u00fcr vieles zu haben. So wurde ich von Sam, die eine Reitschule in der n\u00e4heren Umgebung von Windhoek betreibt, abgeholt. Nach einer halbst\u00fcndigen Fahrt kamen wir auf der Farm an und schon kurz danach sass ich auf einem Pferd, Sulten hiess es. Dieses war mein vierbeiniger Begleiter w\u00e4hrend den n\u00e4chsten zwei Tagen, und genau ein PS stark. Eine weitere Reiterin schloss sich uns an und nach kurzer Instruktion ging es auf den ersten Ritt. Zuerst Marschieren, dann Trab und nach einer halben Stunde der erste Galopp. Es war herrlich durch die unber\u00fchrte Gegend zu reiten. Erst kurz zuvor gab es einen Brand, der mehrere Hektaren Land zerst\u00f6rte. Wir kamen an einer Stelle vorbei, die immer noch brannte. Nach zwei Stunden gab es unterwegs ein Apero, ganz schick fand ich. Also Winnetou und Old Shatterhand h\u00e4tten mich darum beneidet. Danach ritten wir zur\u00fcck zur Farm. Gepfust habe ich ebenfalls dort im Guesthouse. Am n\u00e4chsten Morgen musste ich um 8.30 Uhr auf der Matte stehen. Ein 5 1\/2 st\u00fcndiger Ausritt stand bevor. Jetzt denkt sicherlich jeder an meinen &#8222;Allerwertesten&#8220;. Um es vorwegzunehmen, so schlimm war es nicht. Ich sp\u00fcrte diesen schon ein wenig. Ich dachte dann, dass es am n\u00e4chsten Tag schlimmer sein w\u00fcrde, was sich allerdings nicht bewahrheitete. Diesmal waren nur Sam und ich unterwegs. Wir ritten auf einen &#8222;Hoger&#8220;, um die herrliche Aussicht zu geniessen. Alles war unber\u00fchrt, kein einziger Mensch begegnete uns. Unterwegs sahen wir viele V\u00f6gel, u.a. Schlangenadler, ein Schwarzadler, und andere Tiere wie Paviane, Kudus oder andere Antilopen. Bei einem kleineren Stausee haben wir dann unser Picknick eingenommen. So ritten wir dann wieder hinunter zur Farm, wo mich Sulten wohlbeh\u00fctet wieder zur\u00fcckgab. Sulten war wirklich ein liebes und f\u00fcr mich ein leicht zu f\u00fchrendes Pferd. Sam war voller Lob und brachte mich dann wieder zur\u00fcck nach Windhoek. Und dort schaltete ich mal zwei G\u00e4nge hinunter, um mich etwas zu erholen, einfach mal zur\u00fccklehnen. Am Freitag steige ich dann wieder in den Bus, der mich nach Kapstadt zur\u00fcckbringt. Ach ja, letztes Mal waren es ja 23 1\/2 Stunden mit einem Elefantenbaby neben mir. Mal sehen, wie es freitags zu und her geht.<\/p>\n<p>Thema Wasser: Das Wasser ist etwas Kostbares, vor allem hier in Afrika. Wir haben bei uns in der Schweiz ja wirklich keine Wasserprobleme. Es ist immer selbstverst\u00e4ndlich, dass wir den Hahnen aufdrehen und dass Trinkwasser herauskommt. Hier sieht es etwas anders aus. Zuerst muss man \u00fcberhaupt Wasser finden, und dann sollte dieses noch einigermassen sauber sein. Wie ihr bereits in meinen Beitr\u00e4gen lesen konntet, hat es in Namibia teilweise seit 3 Jahren nicht mehr geregnet, wahnsinnig, wenn man sich das vorstellt. Namibia hat aber den Vorteil, dass es viel Grundwasser hat. So gibt es mehr als 80&#8217;000 Wasserl\u00f6cher, wo das Wasser herausgepumpt wird. Noch vor gar nicht so langer Zeit entdeckte man in Namibia ein Riesen-Grundwasserreservoir, das f\u00fcr die n\u00e4chsten 400 Jahre reichen sollte. Zudem gibt es auch Stauseen hier, welche rund 30 % der Wasserversorgung sicherstellen. In anderen L\u00e4ndern und Gebieten Afrikas sieht es jedoch weit d\u00fcsterer aus. Kaum ein Tropfen Wasser ist zu finden, und wenn, dann noch verschmutzt. Dies l\u00f6st Krankheiten aus, die bis zum Tod f\u00fchren. Ich will jetzt aber nicht das schlimmste Szenario beschreiben. In diesem Sinne Prost und sch\u00e4tzen uns gl\u00fccklich, dass unser Superwasser aus dem Hahn kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>30. Oktober &#8211; 3. November: Von Twyfelfontein ging es am Morgen weiter an die K\u00fcste Namibias. Wir passierten den Brandberg, mit 2573 m den h\u00f6chsten Berg im Land. Nach weiteren abgespulten Kilometern auf Schotterstrassen erreichten wir den Atlantik in Cape Cross. Dort gibt es sehr viele Seel\u00f6wen zu besichtigen, je nach Jahreszeit k\u00f6nnen es bis 100&#8217;000 sein. Entsprechend ist der Geschmack, so dass es einem fast den &#8222;Deckel&#8220; hebt. Weiter ging&#8217;s nach Swakapmund, schlichtweg der Touristenort an der K\u00fcste. Dieser Ort wird auch als das s\u00fcdlichste Ostseebad Deutschlands bezeichnet, hat also etwas. Und ich konnte wieder einmal in einem richtigen Bett schlafen, wie herrlich. Es war so richtig kuschelig, halt f\u00fcr einmal ohne Teddyb\u00e4r! \ud83d\ude09 Es blieb Zeit f\u00fcr uns, die wir frei gestalten konnten. Das heisst dann jeweils f\u00fcr mich, eine Waschmaschine suchen, ein paar Eink\u00e4ufe t\u00e4tigen, meinen Blog auf Vordermann bringen usw. Obwohl Swakapmund nicht das wirkliche Namibia repr\u00e4sentiert, so ist es dennoch ein netter Ort, wo es entspannt zu und her geht. Es hat viele deutsche Touristen, viele Caf\u00e9s, wo man Kuchen essen kann, Bierg\u00e4rten usw. Es ist auch bekannt f\u00fcr Meeresfr\u00fcchte und Fisch. So habe ich seit langem wieder einmal Fisch gegessen, schmeckte wunderbar. Der Atlantik hier ist nicht so warm, zur Zeit 14\u00b0 C, wird auch nicht mehr viel w\u00e4rmer. In Swakapmund blieben wir f\u00fcr zwei N\u00e4chte, ehe unsere Safari weiterging. Wir besuchten noch Walvis Bay, das ist eine Industriestadt mit dem einzigen Tiefseehafen in Namibia. Die Reise f\u00fchrte uns dorthin, weil es auch Flamingos zu sehen gibt. Hopp, in den Bus und weiter ging&#8217;s ins Landesinnere, haupts\u00e4chlich auf Schotterstrassen, resp. Schlotterstrassen. Da ist dann auch immer die afrikanische Massage gleich inbegriffen. So fuhren wir immer mehr in die W\u00fcste nach Seriem. Das liegt in der N\u00e4he von Sossusvlei, ein grandioser Ort. Aber bevor wir dort ankamen, hatten wir &#8211; wie k\u00f6nnte es auch anders sein &#8211; wieder mal einen platten Autoreifen. Diesmal war der linke Vorderreifen der Karre an der Reihe. Ach du gr\u00fcne Scheisse, nicht schon wieder, habe ich gedacht. Aber eben, ist ja nichts neues&#8230; \ud83d\ude42 Wir stellten unsere Zelte f\u00fcr zwei N\u00e4chte. Der liebe Gott war offenbar etwas erk\u00e4ltet und musste ziemlich husten, es windete n\u00e4mlich die ganze Nacht hindurch, das Zelt wurde ziemlich umher gesch\u00fcttelt. Am n\u00e4chsten Morgen mussten wir bereits fr\u00fch aufstehen. Tagwache war um 4.45 Uhr, so dass wir bei Park\u00f6ffnung um 5.15 Uhr auch gleich weiterfahren konnten. Auf dem Programm stand die Besteigung der D\u00fcne 45, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Diese D\u00fcne ist die 45. D\u00fcne im Park und exakt 45 Kilometer vom Parkeingang entfernt. Aus diesem Grund ist sie auch eine grosse Touristenattraktion. Ihr h\u00e4ttet diese Leute sehen sollen, die auf die D\u00fcne gelaufen sind. Wie gestochene Hy\u00e4nen sind sie losmarschiert. Ich habe f\u00fcr mich gedacht, geht nur&#8230; Nach 50 Metern im Sand habe ich dann die ersten \u00fcberholt, die kurzatmig fast umgefallen sind. Zugegeben, es ist ein nicht ganz leichter Aufstieg. Im Sand l\u00e4uft man einen Schritt vorw\u00e4rts und gleichzeitig einen halben zur\u00fcck. Nach etwa einer halben Stunde stand ich dann oben, als einer der ersten und wartete bis der Wecker die Sonne aus dem Schlaf holte. Eigentlich hatte ich mir vom Sonnenaufgang selber mehr erwartet, war nichts spezielles. Aber das Farbenspiel war einmalig. Sobald die Sonne die r\u00f6tlichen D\u00fcnen anlacht, erstrahlen diese in den prallsten Farben. Hinunter ging es dann einfacher. Wir fuhren weiter nach Sossusvlei. Diejenigen, die bereits einmal dort waren, wissen wie es dort aussieht. Es ist schlichtweg der Hammer! Zum einen gibt es dort die h\u00f6chste Sandd\u00fcne der Welt, mit gegenw\u00e4rtig 330 Metern H\u00f6he. Diese w\u00e4chst immer mehr, weil sich durch den Wind Sand anh\u00e4uft. Zum anderen gibt es die toten B\u00e4ume, die seit 700 Jahren wie versteinert dort stehen. Dead Vlei nennt sich dieser Ort. Wir sind dann nochmals auf eine D\u00fcne gestiegen, um dieses Naturschauspiel von oben anzusehen. Es ist schlicht, aber einfach gewaltig diese Farben. Der blaue Himmel, die r\u00f6tlichen Sandd\u00fcnen, der helle Boden und die fast schwarzen B\u00e4ume. Auf diesen Moment hatte ich mich schon lange gefreut, einfach WOW! So fuhren wir nach dem Mittag wieder zur\u00fcck in unser Camp und konnten uns etwas erholen. Am Abend wurden wir zu einem Canyon gefahren, hat mir auch sehr gut gefallen. Somit war diese Safari praktisch gelaufen. Der n\u00e4chste Tag stand voll im Zeichen von Kilometern abspulen, um zur\u00fcck nach Windhoek zu gelangen. In Windhoek angekommen, dachte ich, dass ich meine wirklich tollen Fotos sichern will. Ja, und dann passierte, wovor ich mich f\u00fcrchtete. Ich habe eine falsche Manipulation gemacht, und schwups waren alle Fotos weg, einfach weg!! Somit kann ich euch leider die f\u00fcr mich sch\u00f6nsten Fotos der bisherigen Reise nicht zeigen, Asche auf mein Haupt! Mir standen fast die Tr\u00e4nen zuvorderst&#8230; Ich habe nat\u00fcrlich die vorherigen Fotos bis und mit Etosha NP schon gesichert.<\/p>\n<p>Thema Wirtschaft: In Namibia gibt es drei gr\u00f6ssere Wirtschaftszweige. Der gr\u00f6sste ist der Bergbau. Es werden vor allem Uran, Kupfer und Diamanten abgebaut. Die namibischen Diamanten sind von sehr guter Qualit\u00e4t. So werden 98 % der gewonnen Diamanten f\u00fcr Schmuck verarbeitet. Der zweit gr\u00f6sste Zweig ist in der Landwirtschaft mit der Fischerei zusammen zu finden. 90 % der Fische gehen in den Export. Und die drittgr\u00f6sste Industrie ist bereits der Tourismus. Dieser beschert relativ viele Arbeitspl\u00e4tze. Dennoch ist die offizielle Arbeitslosenquote mit 52 % sehr hoch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>25. &#8211; 29. Oktober: Hier in Namibia habe ich also meine n\u00e4chste Safari gebucht. Man hat hier nicht so viele M\u00f6glichkeiten herum zu kommen. So gibt es eigentlich nur zwei M\u00f6glichkeiten. Entweder man mietet ein Auto oder man macht eben eine organisierte Tour. Es gibt schon Busse, die einem von einer Stadt zur anderen bringen. Da jedoch die Sehensw\u00fcrdigkeiten ausserhalb der Stadt liegen, ist man dann eben ein wenig blockiert vor Ort, wenn man kein eigenes Fahrzeug hat. So habe ich mich entschlossen, eine gef\u00fchrte Safari zu machen, die mich zu den wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten Namibias f\u00fchrt. Am Morgen des 25. Oktobers h\u00e4tte ich um 8 Uhr abgeholt werden sollen. Es wurde jedoch eine Stunde sp\u00e4ter. Vermutlich hatte der Fahrer die europ\u00e4ische Zeit bereits um eine Stunde vorgestellt&#8230; \ud83d\ude09 Nein, nein, ich bin mich dies ja hier gew\u00f6hnt. Wie mehrfach erw\u00e4hnt ticken die Uhren hier halt einfach anders. Kaum in Windhoek abgefahren, wurden wir bereits von der Polizei angehalten. Der Fahrer \u00fcberfuhr das Rotlicht. Auch hier werden daf\u00fcr Bussen verteilt. Dann gab es eine Riesendiskussion wegen dem F\u00fchrerschein, der auf einmal weg war&#8230; Aber nach einer halben Stunde war auch das geregelt und auf&#8217;s ging in die Wildnis. Auf der Tour sind wir f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse ziemlich viele Leute, 14 an der Zahl. Am ersten Tag fuhren wir erstmals Richtung Norden. Landschaftlich habe ich auch schon interessantere Gebiete gesehen, aber es gibt ja immer etwas zu entdecken. Nach ein paar Eink\u00e4ufen fuhren wir auf den ersten Campingplatz, der irgendwo im Niemandsland war, jedoch sehr idyllisch gelegen. Vor allem die Toilette und die Dusche sind ein Erlebnis (siehe Fotos). Bald schon wurden wir von einem Safari-Jeep abgeholt, der uns auf eine Pirschfahrt mitnahm. So sahen wir doch einige Tiere. F\u00fcr mich gab es diesmal nicht mehr neue Tiere zu entdecken, aber es war dennoch sch\u00f6n. Ich finde diese Tierwelt halt einfach cool und interessant. Wir haben ein Prachtsexemplar eines Leoparden und Geparden gesehen. Ich bekam wieder mein eigenes Zelt (langsam frage ich mich, warum niemand mit mir zelten will&#8230; ;-)), was nat\u00fcrlich mehr Platz bedeutet. Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir dann in den Osten des Etosha-Nationalparks, ein absolutes Highlight der ganzen Reise. Dieser Nationalpark ist bekannt f\u00fcr die vielen Tiere. Es hat relativ viele Wasserl\u00f6cher, die man beobachten kann. Gerade wenn es trocken ist, kommen viele Tiere vorbei. Und wie ich schon geschrieben habe, hat es seit \u00fcber einem Jahr in Namibia nicht mehr geregnet, beste Voraussetzungen also. Wir haben eine nachmitt\u00e4gliche Fahrt unternommen. Am besten schaut ihr selber, was man alles zu sehen bekam. Es ist auch f\u00fcr euch nichts neues dabei, aber halt doch immer wieder sch\u00f6n, oder?! Den folgenden Tag verbrachten wir vollumg\u00e4nglich im Etosha NP, fuhren jedoch in den westlichen Teil, wo wir unsere Zelte aufschlugen. Unterwegs immer wieder wilde Tiere. Am 28.10. verliessen wir den Etosha NP, um den Westen Namibias zu erkunden. Findet ihr nicht, dass es schon lange keine Autopanne mehr gab? Keine Angst, die n\u00e4chste folgte schon bald. Diesmal platzte ein Hinterreifen. Der Schaden war diesmal relativ schnell behoben, gerade mal in 30 Minuten wurde das Ersatzrad montiert. Also, ich glaube, es liegt jetzt dann wirklich an mir, dass es auf meiner Reise immer wieder Pannen gibt! Ich werde auf jeden Fall ein Bewerbungsdossier f\u00fcr den TCS bereitstellen, wenn ich dann wieder zu Hause bin! \ud83d\ude42 So langsam aber sicher verliessen wir die doch sehr flache Gegend und die ersten H\u00fcgel erhoben sich. Wir besuchten ein Himba-Dorf. Die Himbas sind ein urspr\u00fcngliches Nomadenvolk, das normalerweise in der W\u00fcste im Nordwesten von Namibia herumzieht. Die Frauen duschen nie, daf\u00fcr streichen sie ein r\u00f6tliches Pulver ein, das sie vor der Sonne und von Verunreinigungen sch\u00fctzen sollte. Aus hygienischen Gr\u00fcnden wird das Pulver jeden Tag neu eingerieben. Nie duschen? Auch das gibt es. So ist es halt auch nicht verwunderlich, dass es kein namibisches Model gibt, das f\u00fcr Duschdas oder Fa Werbung macht&#8230; Mit grossen Schritten n\u00e4herten wir uns den Bergen von Namibia. Es ist wirklich sehr heiss hier, so gegen 40\u00b0 C und auch sehr staubig. Da es eine trockene Hitze ist, h\u00e4lt man es gut aus. Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir f\u00fcr einmal nicht so weit, immer mehr in die Berge. Hier installierten wir uns f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht. Am sp\u00e4teren Nachmittag ging es noch auf eine Besichtigung von Wand- und Steingravuren in Twyfelfontein, die unter dem UNESCO-Kulturerbe stehen.<\/p>\n<p>Thema Namibia: Bevor Namibia 1990 unabh\u00e4ngig wurde, war es unter der F\u00fchrung von S\u00fcdafrika gehalten. Bis 1914 war es eine deutsche Kolonie, wobei der deutsche Einfluss immer noch sichtbar ist. So sind viele Gesch\u00e4fte auf Deutsch angeschrieben. Da gibt es Tischlereien, Bierg\u00e4rten, B\u00e4ckereien, Schlachtereien, Autoh\u00e4user usw. Deutsch spricht hier jedoch kaum noch jemand. Es soll ja hier viele ehemalige deutsche Offiziere vom zweiten Weltkrieg geben, die nach dem Zusammenbruch des deutschen Reichs emigrierten. Schon auf der Busfahrt von Kapstadt nach Windhoek ist mir aufgefallen, dass ein paar Weisse einen namibischen Pass hatten. Offiziell leben in diesem gut 2-Millionen Einwohner z\u00e4hlenden Land rund 60&#8217;000 Weisse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>23. &#8211; 24. Oktober: Nach der Ankunft mit dem Bus in Windhoek telefonierte ich schnell meiner Unterkunft, so dass mich jemand abholen konnte. In Windhoek blieb ich zwei Tage, bevor es weiterging auf meine n\u00e4chste Zeltsafari. Es wurde mir bereits gesagt, dass es in Windhoek nicht so viel zu sehen gibt. Das ist tats\u00e4chlich so. Aber es ist bei weitem sauberer als beispielsweise in Jo&#8217;burg oder Durban. Ich machte mich also auf den Weg, eine Belgierin fragte mich, ob sie sich mir anschliessen d\u00fcrfte. No problem! Auf einer Anh\u00f6he fragte uns ein Polizist, woher wir denn kommen. Beide aus einem Schockoladenland, sie aus Belgien, ich vom Schwiizerl\u00e4ndli. Er meinte zuerst, dass wir Deutsche waren. Also in diesem Fall zeige er uns doch gerne das Geb\u00e4ude vom Ministerpr\u00e4sidenten, es sei sehr sch\u00f6n und es werde die Geschichte Namibias in Bildern gezeigt. Nun, ich wusste schon zum voraus, dass man diesem Polizisten dann etwas geben musste, sonst h\u00e4tte er es ja nicht gemacht&#8230; Aber so eine Privatf\u00fchrung bekommt man sicherlich nicht alle Tage offeriert. So folgten wir ihm ein kurzes St\u00fcck und hinein ging&#8217;s. Es war wirklich sehr sch\u00f6n und interessant, und selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcllten wir am Ende der Privatf\u00fchrung seine Hand mit etwas Geld. Jeder schaut halt selber f\u00fcr eine Lohnerh\u00f6hung&#8230; Bei einem Glas Wein und einem herrlichen Blick auf Windhoek schaute ich der Sonne zu, wie sie schlafen ging. Und schon bald folgte ich ihr nach&#8230; Am n\u00e4chsten Morgen ging ich nochmals in die Stadt, um ein paar Fotos zu machen, da ich am Vortag meinen Fotoapparat gar nicht mitgenommen habe. Im Hostel riet man mir auf gar keinen Fall, den Fotoapparat mit in die Stadt zu nehmen. Ich f\u00fchlte mich hier bei weitem viel wohler und sicherer als etwa in Jo&#8217;burg. Ich steckte dann den Fotoapparat in einen Plastiksack, um nicht allzu fest aufzufallen. Danach musste ich mein Gep\u00e4ck parat machen f\u00fcr die 10-t\u00e4gige Safari, die mich nach fast ganz Namibia bringen wird, ausser ganz in den Norden und in den S\u00fcden. Auf wen treffe ich da wohl? Ich freue mich und bin immer f\u00fcr neue Abenteuer bereit. Namibia ist auch bekannt f\u00fcr klare Sternenn\u00e4chte. Ich habe mir extra ein Buch gekauft, welches mir die Sternenbilder beschreibt. Leider habe ich dieses zu Hause vergessen. Falls mir jemand das Buch pers\u00f6nlich bringen m\u00f6chte, dann nur zu. Freiwillige melden sich bitte vorg\u00e4ngig bei mir&#8230;<\/p>\n<p>Thema Malaria: Wenn man nach Afrika reist, dann ist die Frage betreffend Malaria nicht weit weg. So ist es auch in S\u00fcdafrika und Namibia der Fall. Man muss im voraus abkl\u00e4ren, in welches Gebiet man reist, denn nicht \u00fcberall ist Malaria-Zone, und um welche Jahreszeit. Auf meiner Reise kam der Kr\u00fcger-Nationalpark in S\u00fcdafrika und der Etosha-Nationalpark in Namibia (Reisebericht folgt noch) in Frage. Im Kr\u00fcger NP war noch nicht Malaria-Zeit, in Namibia h\u00e4tte sie normalerweise sein sollen. Da es jedoch seit mehr als einem Jahr nicht mehr geregnet hat, in gewissen Gebieten sogar seit drei Jahren nicht mehr, und es deshalb sehr trocken ist, sind die Malaria-M\u00fccken nicht vorhanden. Ganz praktisch f\u00fcr mich&#8230; Aber was ist eigentlich Malaria? Erreger der Krankheit sind Plasmodien, die sich im menschlichen K\u00f6rper einquartiert haben. Die weibliche Anopheles-Steckm\u00fccke nimmt durch einen Stich Blut eines infizierten Menschen auf und \u00fcbertr\u00e4gt die Plasmodien durch einen Stich auf einen Gesunden. Es muss allerdings feuchtes Klima herrschen. Das kennen wir ja von Europa her auch. Ich bin froh, dass ich nicht gestochen wurde. Was kann man dagegen tun? Alle sagen dasselbe: Du musst einfach nicht gestochen werden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23. Oktober &#8211; 8. November 2013 4. &#8211; 8. November: Die halbe Nacht habe ich meinen gel\u00f6schten F\u00f6telis nachgetrauert. 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