{"id":1783,"date":"2014-09-04T00:20:40","date_gmt":"2014-09-03T22:20:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=1783"},"modified":"2014-09-13T23:48:36","modified_gmt":"2014-09-13T21:48:36","slug":"bolivien-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/nord-und-sudamerika\/bolivien-2\/","title":{"rendered":"Bolivien"},"content":{"rendered":"<p><strong>23. August &#8211; 14. September 2014<\/strong><\/p>\n<p>2. &#8211; 13. September 2014: In Potosi angekommen, bestiegen wir ein Taxi, das uns in unsere Unterkunft brachte. Wie herrlich war es, wieder einmal in warmer Umgebung zu sein und einschlafen zu k\u00f6nnen. Potosi selber ist bekannt f\u00fcr seine Silberminen und liegt auf 4&#8217;200 m. Von Potosi haben wir nicht viel gesehen, wir fuhren weiter in die Hauptstadt Boliviens nach Sucre. Es ist eine wirklich sch\u00f6ne Stadt, das Stadtzentrum ist im Kolonial-Stil gebaut und hat Charme. Wir hausten mitten in der Stadt. Die Hauptpl\u00e4tze in den bolivianischen St\u00e4dten sehen fast immer gleich aus. In der Mitte des Platzes hat eine park\u00e4hnliche Anlage, rund um die Pl\u00e4tze sind die Kolonialh\u00e4user gebaut und irgendwo steht dann noch eine Kathedrale. Meistens hat es viele Leute um den Hauptplatz, man trifft sich einfach. Wir schlenderten \u00fcber die M\u00e4rkte und um die Sehensw\u00fcrdigkeiten. Dann buchten wir einen Flug nach Cochabamba, da wir auf eine lange Busfahrt verzichten wollten. Es gibt Nachtbusse, die auf mehrheitlich nicht asphaltierten Strassen fahren, die bolivianische Massage ist somit gleich eingeschlossen, oder wenn man tags\u00fcber reisen m\u00f6chte, dann muss man einen grossen Umweg fahren und mindestens zweimal umsteigen. Ihr sieht, manchmal ist es nicht ganz einfach, sich in Bolivien fortzubewegen. Cochabamba selber ist nichts spezielles, sie wird zwar als Gartenstadt bezeichnet, aber nun, wenn man will, sieht man schon immer etwas Garten, der Gartenzwerg auf jeden Fall war auch pr\u00e4sent. \ud83d\ude42 Besonders stolz sind die Einwohner auf den heiligen Christus, der hoch \u00fcber der Stadt zum Rechten schaut. Die Statue ist die zweitgr\u00f6sste weltweit ihrer Art, sogar noch gr\u00f6sser als diejenige in Rio de Janeiro. Ja, wir liessen es uns nicht nehmen, die 1399 Treppen hinauf zu laufen, Espiritu Santo. Von oben hatten wir eine Aussicht \u00fcber die ganze Stadt. Von Cochabamba flogen wir nach Santa Cruz de la Sierra, wie sie offiziell heisst, oder einfach Santa Cruz. Sie ist die mit knapp 1,5 Mio. Einwohnern die gr\u00f6sste Stadt Boliviens und liegt auf 437 m. Somit waren wir nach zwei Wochen in der H\u00f6he wieder einmal in tieferen Lagen. Von der Stadt aus kann man die doch relativ weit entfernten Nationalparks besuchen. Wir machten jedoch nur Ausfl\u00fcge in die n\u00e4here Umgebung. So gingen wir in den G\u00fcemb\u00e9-Park, ein Naherholungspark mit einem Schmetterlings- und Vogelhaus, daneben hat es noch verschiedene Schwimmbecken, wo sich am Wochenende die Highsociety von Santa Cruz trifft. Auch das gibt es in Bolivien. Da lagen wir zwei also mitten in den Snobs am Sonnenbaden. Bitte entschuldigt meine etwas obsz\u00f6ne Ausdrucksweise, aber es geht fast nicht anders. Nach dem Motto &#8222;Arsch frisst Hose&#8220; stolzierten die in Tangas &#8222;geh\u00fcllten&#8220; Damen, die sich gerade beim plastischen Chirurgen ihre Lippen und Busen aufgem\u00f6belt haben um die Schwimmbecken. Das war ein Bild, bei manchen M\u00e4nnern funktionierte der Gehirnbefehl &#8222;bitte Mund schliessen&#8220; nicht mehr&#8230; \ud83d\ude09 Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir in einen Regionalpark, den Lomas de Arena, wo man Sandd\u00fcnen bestaunen kann. Von Santa Cruz ging es weiter nach Rurrenabaque, der Hauptort des bolivianischen Amazonas. Die Ankunft mit dem Flieger ist bereits ein Erlebnis. Die Landepiste ist relativ kurz, entsprechend abrupt ist das Bremsman\u00f6ver. Einmal angekommen, warten die abfliegenden Passagiere bereits am Pistenrand im Gras. Vom Flieger geht es gleich in einen Bus, der einem direkt in die Stadt f\u00e4hrt. Bis dann noch jedes Gep\u00e4ckst\u00fcck auf dem Dach des Busses gehievt ist, vergeht doch schon noch so seine Zeit. Im Amazonas-Gebiet herrschen andere Temperaturen als noch auf dem Altiplano. Es ist feucht-heiss, tags\u00fcber so um die 35\u00b0 C. Von dort kann man Dschungel- und Sumpftouren unternehmen. Wir entschieden uns f\u00fcr eine Dschungeltour, wo wir doch ein paar interessante medizinische Pflanzen kennenlernen durften. Die N\u00e4chte sind fast nicht zum Aushalten, dermassen warm ist es. Ja, Bolivien bietet schon ziemlich viel, das macht es auch sehr interessant. Dann wieder der Abflug, das braucht Nerven. Man muss den R\u00fcckflug immer r\u00fcckbest\u00e4tigen, da weiss man nie, ob der Flughafen in Rurrenabaque ge\u00f6ffnet ist oder nicht. Bei schlechtem Wetter geht gar nichts auf dem Flugh\u00e4feli, wenn es mehrere Stunden regnet, dann wird alles geschlossen. Das ganze Reservierungssystem lag brach, man konnte den Flug also nicht best\u00e4tigen lassen. Wir sollten doch einfach am Morgen wieder kommen. Gl\u00fcck gehabt, unser Flug war aufgef\u00fchrt. Am Flughafen geht man zuerst einchecken, das ist noch nichts spezielles. Ach so, \u00dcbergep\u00e4ck mussten wir diesmal bezahlen, umgerechnet CHF 5 f\u00fcr sechs Kilo \u00dcbergep\u00e4ck. Dann muss die Kreditkarte, mit der man die Buchung bezahlt hat, vorweisen. Da wird noch mit der altehrw\u00fcrdigen &#8222;Ritschratsch&#8220;-Maschine ein Abdruck von der Kreditkarte genommen. Dann muss man die Flughafentaxe an einem separaten Schalter bezahlen, aber bitte nur mit sch\u00f6n gegl\u00e4tteten Noten, sonst wird man &#8222;angem\u00f6ffelt&#8220;. Dann geht man zum dritten Schalter und bezahlt die Tourismus-Taxe. Sicherheitskontrolle gibt es auch, aber nur so pro Forma. Dann steigt man in den Bus, der einem auf einem Feldweg zum Pistenrand chauffiert, wo man auf das Flugzeug wartet. Just in diesem Moment begann es zu regnen. Wir durften dann wieder in den Bus steigen, damit wir nicht nass wurden. Das Flugzeug konnte landen, nun gab es aber ein organisatorisches Problem. Die ankommenden Passagiere sollten in den Bus steigen, und wir sollten ins Flugzeug einsteigen, ohne nass zu werden&#8230; ?! Also, dann wurden wir angewiesen unter den Fl\u00fcgel des Flugzeuges zu stehen. Das fand auch der Pilot lustig und machte mit seinem Handy ein paar Fotos. Dann stiegen die ankommenden Passagiere in den Bus, und wir konnten dann in den Flieger steigen. Die Piste war zum Gl\u00fcck noch nicht so nass, dass man nicht starten h\u00e4tte k\u00f6nnen. Aber den Flug war in der 19 Passagiere fassenden Maschine recht unruhig. Die Piloten machten noch ein paar Selfies von sich w\u00e4hrend des Fluges, bevor wir in La Paz landeten. In Bolivien muss man immer gen\u00fcgend Zeit einrechnen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Das ganze ist recht unberechenbar. Wie erw\u00e4hnt, weiss man nie genau, ob und wann die Flugzeuge fliegen, zudem gibt es immer wieder Proteste, ich glaube ausser im Salar de Uyuni sahen wir alle Tage irgendein Protestzug in Bolivien. In Rurrenabaque konnten die Touristen zum Beispiel auch nicht zu den S\u00fcmpfen fahren, da die Strassen blockiert wurden. In La Paz ganz angekommen, liessen wir die verbleibende Zeit einfach ausplampen. Nadine flog am 13. September wieder nach Hause, und ich hoffe, den Flieger in der Nacht auf Sonntag nach Washington zu erwischen, wo ich an der Ostk\u00fcste der USA meinen letzten Abschnitt meiner Weltreise verbringen werde. Bolivien ist alleweil eine Reise wert, es gibt sehr sch\u00f6ne Sachen zum Anschauen, man muss einfach flexibel sein, alles mit mehr oder weniger Humor nehmen und einen Zeitpuffer einrechnen, dann kann man das farbenfrohe Andenland auch geniessen.<\/p>\n<p>Thema Anden: Da ich mich inmitten der Anden befinde, m\u00f6chte ich mich etwas n\u00e4her diesem Gebirge widmen. Die Anden sind die l\u00e4ngste und nach dem Himalaya die zweith\u00f6chste Gebirgskette der Erde. Sie bilden den S\u00fcdteil der Amerikanischen Kordilleren, die in Mittelamerika aber orographisch unterbrochen sind. Sie erstrecken sich entlang der Westk\u00fcste S\u00fcdamerikas von Venezuela \u00fcber Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile auf einer L\u00e4nge von 7500 km. Der h\u00f6chste Berg der Anden ist der 6&#8217;962 m hohe Aconcagua in Argentinien an der Grenze zu Chile. Die h\u00f6chste Erhebung Boliviens ist mit 6&#8217;542 m der Sajama, ein Vulkan. Der h\u00f6chste Berg der Erde ist der Mount Everest mit 8&#8217;848 m. Die 187 h\u00f6chsten Berge der Erde befinden sich allesamt in Asien. An 188. Stelle kommt der erw\u00e4hnte Aconcagua. In Europa ist der h\u00f6chste Berg der Elbrus im Kaukasus-Gebirge mit 5&#8217;642 m. Es ist allerdings umstritten, ob der Berg tats\u00e4chlich auf europ\u00e4ischen Boden steht, und nicht auf asiatischem. Ansonsten ist die h\u00f6chste Erhebung in den Alpen der Mont-Blanc in Frankreich mit 4&#8217;810 m, gefolgt vom h\u00f6chsten Berg in der Schweiz, der Dufourspitze mit 4&#8217;634 m. Zur\u00fcck zu den Andenl\u00e4ndern. Mit dem Begriff Andenl\u00e4nder wird eine Gruppe von Staaten im Westen S\u00fcdamerikas bezeichnet, die Anteil am Gebirge der Anden haben. Im engeren Sinne versteht man darunter h\u00e4ufig jene Staaten S\u00fcdamerikas, deren Territorium massgeblich von den Anden gepr\u00e4gt wird: Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Chile. Obwohl Argentinien und Venezuela ebenfalls Anteil an den Anden haben, werden sie normalerweise nicht als Andenl\u00e4nder bezeichnet, da der Anteil der Anden am Landesterritorium in diesen beiden F\u00e4llen gering ist. Also, auf geht&#8217;s in die Anden und nicht vergessen: Tief einatmen! Der Berg ruft&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>23. August &#8211; 1. September 2014: Mein Flug von Quito nach La Paz f\u00fchrte \u00fcber Lima, wo ich bereits meinen n\u00e4chsten Besuch, Nadine, antraf. Per Zufall waren wir auf dem Anschlussflug in derselben Maschine gebucht. Um 1 Uhr fr\u00fch landeten wir auf dem Flughafen in La Paz, resp. in El Alto, eine Vorortsstadt, die gr\u00f6sser als La Paz ist. Der Flughafen liegt auf \u00fcber 4000 m \u00fc.M., und ist damit einer der h\u00f6chstgelegenen Flugh\u00e4fen der Welt. Wenn man aus dem Flugzeug steigt, dann merkt man sehr wohl die sehr d\u00fcnne Luft. Der Flughafen, oder wenn er diesen Namen \u00fcberhaupt verdient, ist doch sehr einfach. Hopp ins n\u00e4chste Taxi und herunter geht&#8217;s nach La Paz. Nadine und ich planten mal vier Tage in La Paz, um uns auf die H\u00f6he zu akklimatisieren. Diese Zeit braucht man schon, uns ging es mehr oder weniger gut&#8230; Wir planten Ausfl\u00fcge in die n\u00e4here Umgebung, so besuchten wir Valle de la Luna (Mondtal), das aussah wie ein kleinerer Canyon. Es war alleweil einen Besuch wert. Sonst schauten wir uns in der Stadt um, wo es verschiedene M\u00e4rkte gibt, so zum Beispiel einen Hexenmarkt. Es gibt Leute, die f\u00fchlten sich wohl dort. Komisch, oder?! \ud83d\ude42 Eigentlich wollte ich meinen von Harry Potter erhaltenen Nimbus 2000 (fliegender Besen) auf dem Markt umtauschen, da er doch schon in die Jahre gekommen ist, aber leider wollte keine Hexe ihn umtauschen&#8230; So fliege ich diesen Besen noch weiter in der Welt umher. In Bolivien gibt es verschiedene Br\u00e4uche. So wird zum Beispiel ein getrockneter Lama-F\u00f6tus gekauft und in ein neues Haus eingepflastert, dies soll ein Schutz gegen schlechte Geister und Einfl\u00fcsse sein. Die Lama-F\u00f6ten k\u00f6nnen auf dem Hexenmarkt gekauft werden, das sieht schon ein wenig makaber aus. Freitags sollen die Zauber und Hexereien besonders wirkungsvoll sein, im positiven wie negativen Sinn. Ansonsten ist La Paz f\u00fcr meinen Geschmack keine Hammerstadt, aber wir entdeckten ein Schweizer Caf\u00e9, das R\u00fceblitorte servierte, schmeckte vorz\u00fcglich, mmmhhh. Dann packten wir unsere Sachen und fuhren an den Titicacasee, nach Copacabana, um endlich der Grossstadt entfliehen zu k\u00f6nnen. Es war wirklich sch\u00f6n dort. Der Titicacasee ist \u00fcbrigens der zweitgr\u00f6sste See S\u00fcdamerikas, steht an 18. Stelle weltweit und ist der am h\u00f6chstgelegenen kommerziell genutzter See. Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir wieder zur\u00fcck nach La Paz, um am gleichen Abend einen Bus nach Uyuni zu besteigen. Die Fahrt dauerte 11 Stunden \u00fcber Nacht. Uyuni ist bekannt f\u00fcr seine Salzw\u00fcste, die Salar de Uyuni. Wenn man in Bolivien ist, dann ist das ein absolutes Muss. Wir buchten bereits im Vorfeld eine viert\u00e4gige Jeep-Safari, aber ja nicht die warmen Kleider und einen noch w\u00e4rmeren Schlafsack vergessen! Die N\u00e4chte k\u00f6nnen sehr kalt werden. Uyuni selber ist ja sowas von \u00f6de und h\u00e4sslich, da braucht man eine Packung Anti-Depressiva, um nicht gleich in ein Loch zu fallen. Aber die Landschaft im Salar de Uyuni ist umwerfend. Wir buchten eine Nacht in einem Hotel, aber leider stieg die Heizung und das Wasser aus. Es war a&#8230; kalt. Das Positive ist ja, dass die K\u00e4lte einem gut konserviert. Die Oil of Olaz-Familienpackung konnte ich somit beruhigt zur Seite legen, meine Falten waren auch so gegl\u00e4ttet&#8230; \ud83d\ude09 Sozusagen mit blauen Lippen warteten wir am n\u00e4chsten Morgen auf unseren Fahrer Johnny. Nun gut, die s\u00fcdamerikanische Zeit kann etwas gummig sein, und so eine Stunde Versp\u00e4tung liegt noch im Bereich der Toleranz. Im Jeep sassen nebst uns zwei nette deutsche Kerle und ein brasilianisches Ehepaar. Die N\u00e4chte verbrachten wir zweimal in einem Salz-Hotel und einmal sonst in einem Mehrbettzimmer. Ach, du meine G\u00fcte, diese Unterk\u00fcnfte waren nichts anderes als reine Rheuma-Buden, kalt und feucht. Das Essen schmeckte recht gut, nur gab es am Abend immer zu wenig, was auch nicht gerade unterst\u00fctzend f\u00fcr eine angenehme K\u00f6rpertemperatur war. Wir bewegten uns auf einer H\u00f6he zwischen 3800 und 4700 m \u00fc.M. Aber wie gesagt, die Aussicht und die Landschaft entsch\u00e4digten uns f\u00fcr vieles. Unterwegs hatten wir eine Autopanne. Habe ich dies auch schon auf meiner Weltreise erlebt? Nein, nein, das muss wohl eine Fata Morgana in der W\u00fcste gewesen sein&#8230; \ud83d\ude09 Nach vier Tagen war der Ausflug vorbei, wir waren zur\u00fcck in Uyuni. Johnny meinte wohl, er k\u00f6nne die versp\u00e4tete Stunde vom ersten Tag kompensieren. Kurz vor Uyuni machte Johnny einen Halt und musste den Reifendruck messen. So standen wir am Strassenrand und mussten den aufgew\u00fchlten Staub von vorbeifahrenden Autos einatmen. Es gibt so Momente im Leben, wo man sich fragt: Was mache ich hier eigentlich? Die Zeit dr\u00e4ngte, reichte aber gerade noch f\u00fcr unseren Bus nach Potosi. Sonst h\u00e4tten wir den Nimbus 2000 nehmen m\u00fcssen, zum Gl\u00fcck liess ich ihn nicht auf dem Hexenmarkt in La Paz zur\u00fcck&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Thema d\u00fcnne Luft: Je h\u00f6her man steigt, desto d\u00fcnner wird die Luft. Das ist nichts Neues, aber was steckt eigentlich dahinter? Die Ursache liegt darin, dass der Luftdruck mit zunehmender H\u00f6he absinkt und damit auch der Sauerstoff-Partialdruck. Dies f\u00fchrt zu einer Verengung der Blutgef\u00e4sse in der Lunge. Die Sauerstoffaufnahme in der Lunge verringert sich, es tritt eine Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) ein. Die k\u00f6rpereigene Atemregulation wirkt dem nicht entgegen, da sie vornehmlich auf den Kohlendioxidgehalt des Blutes reagiert. Dieser steigt bei abnehmendem Luftdruck aber nicht an. Symptome der H\u00f6henkrankheit sind Kopfschmerzen, \u00dcbelkeit, Atemnot, Husten, M\u00fcdigkeit oder Schlafst\u00f6rungen. Die Hauptgefahr besteht darin, dass sich durch die Blutdruckerh\u00f6hung in der Lunge und anderen K\u00f6rpergeweben (z. B. dem Gehirn) Fl\u00fcssigkeit ansammelt und dort \u00d6deme bildet. Bei ausgepr\u00e4gter H\u00f6henkrankheit k\u00f6nnen sich eben Hirn- oder Lungen\u00f6deme bilden. Dies ist auch die Haupttodesursache f\u00fcr die vielen Bergsteiger am Himalaya oder auch in den Anden, welche leider nicht mehr zur\u00fcckkehren. Die H\u00f6henkrankheit tritt ab einer H\u00f6he von ca. 2500 Metern auf. Deshalb ist es wichtig, dass man sich zuerst einmal an die H\u00f6he akklimatisiert. Jeder Mensch reagiert komplett anders, und man kann nie voraussehen, ob man nun anf\u00e4llig auf die H\u00f6henkrankheit ist oder eben nicht. Der K\u00f6rper kann sich innerhalb weniger Tage in gewissem Ausmass an die H\u00f6he anpassen, indem er mehr rote Blutk\u00f6rperchen produziert. Diese Anpassung wird eben als Akklimatisation bezeichnet. Auf jeden Fall sollte man gen\u00fcgend trinken, damit die Niere ihre Funktion auch richtig aus\u00fcben kann. Sie kann zum Teil den Effekt der H\u00f6henlage kompensieren. Also, Prosit im Unter- und Hochland!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23. August &#8211; 14. September 2014 2. &#8211; 13. September 2014: In Potosi angekommen, bestiegen wir ein Taxi, das uns in unsere Unterkunft brachte. Wie herrlich war es, wieder einmal in warmer Umgebung zu sein und einschlafen zu k\u00f6nnen. 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