{"id":1640,"date":"2014-08-01T02:10:59","date_gmt":"2014-08-01T00:10:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=1640"},"modified":"2014-08-07T06:29:28","modified_gmt":"2014-08-07T04:29:28","slug":"panama-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/nord-und-sudamerika\/panama-2\/","title":{"rendered":"Panama"},"content":{"rendered":"<p><strong>23. Juli &#8211; 6. August 2014<\/strong><\/p>\n<p>29. Juli &#8211; 6. August 2014: In Santa Catalina bestiegen wir den Bus, um nach Boquete zu gelangen, was mit drei Mal Busumsteigen verbunden war. Wie bereits erw\u00e4hnt, darf man nicht pressiert sein, um an einen Ort zu gelangen. Das Tagesziel heisst einfach: Heute fahre ich von A nach B, wann immer auch die Busse fahren. Boquete liegt am Fusse des Vulkans Baru, der h\u00f6chsten Erhebung Panamas mit rund 3800 m \u00fc M. Unsere Unterkunft war aussen nicht angeschrieben. Zum Gl\u00fcck las ich vorher noch die Bewertungen des Hotels. Dort wurde eben erw\u00e4hnt, dass dieses nicht angeschrieben ist. Ich glaube auch nur deshalb fanden wir die Unterkunft&#8230; Boquete ist auch bekannt f\u00fcr die umliegenden Kaffeeplantagen. So liessen wir es uns nicht nehmen, die Herstellung von Kaffee zu zeigen, resp. die Gewinnung und R\u00f6sterei der Kaffeebohnen. Das ist noch eine spannende Sache. Dem Kaffee habe ich diesmal mein Bericht-Thema gewidmet. Details k\u00f6nnt ihr daraus nehmen. F\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen buchten wir eine Sonnenaufgangs-Tour auf den Vulkan Baru. Vom Gipfel kann man sowohl den atlantischen wie den pazifischen Ozean sehen, sofern das Wetter mitmacht. Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten, um auf den Gipfel des Baru zu gelangen. Entweder man l\u00e4uft rauf, was eine rund 6-st\u00fcndige Wanderung, d.h. f\u00fcr einen Weg, bedeutet. Oder man heuert einen Fahrer mit einem daf\u00fcr gemachten Jeep an, der einem hochf\u00e4hrt. Die Wanderung lohnt sich meines Erachtens nicht wirklich, da man w\u00e4hrend dem ganzen Aufstieg nichts ausser B\u00e4ume und Str\u00e4ucher sieht, also nicht wirklich eine gute Aussicht, und dies bis zum letzten Kilometer. Oben ist es dann wirklich toll. So fuhren wir um 4.15 Uhr fr\u00fchmorgens los. Also, ich muss sagen, dieser Fahrer hatte den Jeep und Weg im Griff. Das kann nicht jeder. Oben angekommen sahen wir gleich noch wie die Sonne ihren Morgenrock auszog und uns kurz, aber nur ganz kurz anlachte. Dann zogen Wolken und Nebelschwaden auf und der ganze Spuk war zu Ende. Wir sahen weder den Atlantik noch den Pazifik. Nun, das nennt man Schicksal und liegt in den H\u00e4nden der Natur. Aber schon nur die Fahrt hin und zur\u00fcck sind unvergesslich. Das ist Hardcore-Massage vom h\u00f6chsten. Boquete ist wirklich ein sch\u00f6ner Ort, das Klima sehr angenehm. Zum Abschluss unserer gemeinsamen Panama-Reise wollten Patrick und ich an den atlantischen Ozean, an die Karibik fahren, um nochmals unsere Badehosen auszupacken. Bocas del Toro hiess unser Ziel. Wir bestiegen den Bus, fuhren 3 Stunden, und dann ging auf einmal gar nichts mehr. Wenige Minuten vor Almirante, wo wir ein Boot besteigen h\u00e4tten sollen, um nach Bocas del Toro zu tendern, ging vor uns ein Erdrutsch runter. Er war nicht sonderlich gross, aber unm\u00f6glich zu passieren, auch zu Fuss nicht, da immer noch Erde und Steine hinunter grollten. Sollte dies ein Wink der Natur sein? Wir lassen dies die h\u00f6here Macht beurteilen&#8230; So blieb uns nichts anderes \u00fcbrig, als 3 Stunden wieder zur\u00fcck zu fahren nach Boquete. Zum Gl\u00fcck hatte unser Meieli, so nannten wir die Rezeptionistin in Boquete, noch ein Zimmer f\u00fcr uns f\u00fcr eine weitere Nacht frei. Wir \u00e4nderten unseren Reiseplan, indem wir Bocas del Toro ausliessen, und einen Tag fr\u00fcher nach Panama-Stadt zur\u00fcckkehrten. Schade, aber gegen solche Sachen kann man nichts machen. Wir mussten noch den Flug umbuchen, was in Panama ganz unb\u00fcrokratisch vor sich geht. Der Flieger wurde in der Luft nach Panama-Stadt etwas durchgesch\u00fcttelt. Patrick flog schliesslich am 4. August mit einem Rucksack voller neuer Eindr\u00fccke und Erfahrungen zur\u00fcck in die Schweiz. Der erl\u00f6sende Seufzer, dass er Hurry-up-Travel \u00fcberlebt hatte, konnte ich selbst zwischen den Wolkenkratzern in Panama-Stadt h\u00f6ren und f\u00fchlen! \ud83d\ude09 Hey, cheers Patrick for your visit! Ich wechselte die Unterkunft, um mich wieder etwas an die Backpacker-Welt zu gew\u00f6hnen, die mich in der n\u00e4chsten Zeit erwarten wird. Am n\u00e4chsten Tag fuhr ich nach El Valle, eine 2 1\/2-st\u00fcndige Fahrt mit dem Bus. Ich wollte nochmals etwas Gebirge von Panama sehen. Dort angekommen ging ich gleich auf eine Wanderung. Ich erklomm die &#8222;India Dormida&#8220;, die schlafende Indianerin, eine Gebirgsformation, die eben so aussieht. Einer Legende zufolge verliebte sich Flor del Aire (Luftbl\u00fcte), die Tochter des Urrac\u00e1, dem tapfersten H\u00e4uptlings Panam\u00e1s, im Kampf gegen die Konquistadoren, in einen der weissh\u00e4utigen Krieger, die ihr Volk niederzwingen wollten. Yarav\u00ed, einer der tapfersten jungen Krieger ihres Stammes, der ihr seine Liebe antrug, f\u00fchlte sich durch ihre Abweisung gedem\u00fctigt und missachtet. In seiner Hoffnungslosigkeit st\u00fcrzte er sich vor den Augen der Prinzessin von dem Gipfel eines Berges in den Tod. Sie wollte ihr Volk nicht verleugnen und sah den Spanier nie wieder und durchwanderte Berge und T\u00e4ler und beweinte ihr Ungl\u00fcck. \u00dcber den vom karibischen Meer benetzten Str\u00e4nden ereilte sie der Tod. Liegend, fiel ihr letzter Blick in Richtung der geliebten Berge, wo sie einst geboren wurde. Die Berge ber\u00fchrte diese traurige Liebesgeschichte so sehr, dass sie die Silhouette der Prinzessin nachempfanden. So entstand die India Dormida. Eigentlich wollte ich ihr nachtr\u00e4glich etwas Trost spenden, aber sie realisierte eben nicht, als ich \u00fcber ihren Bauch marschierte. Dabei hatte ich extra Tempo-Nast\u00fccher und Bonbons aus der Schweiz dabei. Dann eben nicht! \ud83d\ude09 Ich wanderte noch zu zwei Wasserf\u00e4llen, nichts spektakul\u00e4res, aber alleweil sehenswert. Die R\u00fcckfahrt nach Panama \u00fcbertraf alle bisherigen Busfahrten. Die Musik war so laut, der Bus h\u00fcpfte wie von alleine \u00fcber die Autopista. Dann meinte der Fahrer, er k\u00f6nnte mit einem anderen Busfahrer ein Rennen veranstalten, bis er f\u00fcr eine kurze Zeit eine Vollbremsung machen und Gummi lassen musste. Ou weja, mit erhobenen Fingern machten die Passagiere eine Revolte und stauchten den Fahrer zusammen. Dabei konnte ich gratis das ganze spanische Tieralbum erlernen. Ja, ein Affe ist auf Spanisch ein Mono, ein Esel ein Burro und ein Kalb ein Ternero&#8230; Ich war auf jeden Fall froh, dass wir heil in Panama ankamen. Dann hatte ich noch eine Kandidatin f\u00fcr den Music-Star von Panama, oder sie meinte es jedenfalls, neben mir im Bus. Sie sang zu der lauten Musik im Bus mit. Mein Urteil war, dass das Outfit der Lady, das alle roten Farben von Pink \u00fcber Knallrot bis Bordeauxrot beinhaltete, in die Kategorie &#8222;Leider nein&#8220; ging, der Gesang, nun ja, ich selber singe auch wie eine sterbende S\u00e4ge, aber ich weiss es wenigstens&#8230; \ud83d\ude09 Die Feuchtigkeit hier in Panama um diese Jahreszeit ist schon beeindruckend, da ist die Gratis-Sauna auch gleich mitgebucht. Ich liess den letzten Tag einfach ausplampen und buchte f\u00fcr die letzte Nacht mit meinen gesammelten Flugmeilen ein gutes Hotel mitten in der Stadt. Adios Panama, buenos dias Ecuador.<\/p>\n<p>Thema Kaffee: Dass ausgerechnet ich als Nicht-Kaffeetrinker dieses Thema ausgesucht habe, scheint etwas komisch zu sein, aber f\u00fcr mich nicht weniger interessant. Und so wird Kaffee hergestellt. Zuerst werden die Beeren vom Kaffeebaum gepfl\u00fcckt. In jeder Beere hat es zwei Samen, resp. Bohnen, die anfangs noch ziemlich schleimig sind. Dann werden Sie normalerweise an der Sonne getrocknet. Dabei wird nach guter und schlechter Qualit\u00e4t gesiebt. Nach dem Trocknen werden die Bohnen abgepackt und exportiert. Dann geht es ab in die R\u00f6sterei. Dort werden die Bohnen je nach Wunsch und Kaffeesorte solange ger\u00f6stet bis sie die entsprechende Farbe erhalten haben, je dunkler die Bohnen sind, je l\u00e4nger wurden sie ger\u00f6stet, und desto bitterer sind sie im Geschmack. Und zu guter letzt werden die Bohnen gemahlen und eine Tasse Kaffee kann schliesslich getrunken werden. Die beiden wichtigsten Arten von Kaffeepflanzen sind der Arabica- und Robusta-Kaffee. \u00dcber die Zubereitung des Kaffee l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich streiten. Ihr k\u00f6nnt euch etwa vorstellen, dass die Kaffeeproduzenten gar nichts von Nespresso-Kapseln und Anr\u00fchrkaffee halten. Die gr\u00f6ssten Kaffee-Anbau-Staaten sind Brasilien mit 2,7 Mio. Tonnen, Vietnam mit 1,3 Mio. Tonnen und Indonesien mit 640&#8217;000 Tonnen Kaffeebohnen. Den gr\u00f6ssten Kaffeekonsum pro Kopf haben Finnland, gefolgt von Norwegen und Schweden. Jeder Finne konsumiert im Schnitt 3,6 Tassen Kaffee pro Tag. Wie kann man nur? Der Kaffee ist mengenm\u00e4ssig das viertbeliebteste Getr\u00e4nk der Welt, hinter Wasser, Tee und Bier. Nun, wie bereits erw\u00e4hnt, habe ich nichts am Hut mit Kaffee, ausser dass man die Zukunft im Kaffeesatz sehen soll. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>22. &#8211; 29. Juli 2014: Sp\u00e4t Abends stiegen wir in Los Angeles in eine vollbesetzte Maschine der Copa Airlines. Noch nie geh\u00f6rt? Dies ist die panamaische Nationalairline. Voll ausgebucht war auch unser Gep\u00e4ck&#8230; Je gut 25 Kilo zeigte die Waage am Check-in an. Hey chicos, das n\u00e4chste Mal d\u00fcrft ihr dann nicht mehr so viel Gep\u00e4ck mitnehmen, meinte die nette Dame am Schalter mit erhobener Stimme. Si, si, claro&#8230; Und wer glaubt noch an den Osterhasen?! \ud83d\ude09 Die Alternative ist doch tats\u00e4chlich einen Frachtcontainer zu mieten. Gegen den Morgen gab es so etwas wie ein Morgenessen, genau war dies nicht zu definieren. Ich bin doch schon etliche Kilometer geflogen, aber ein solch ungeniessbares Br\u00f6tchen hatte ich noch nie, das schl\u00e4gt sogar noch das Sandwich von Air Berlin. Das m\u00fcssen wohl \u00dcberreste vom Ap\u00e9ro-Geb\u00e4ck sein, als der Panamakanal vor 100 Jahren eingeweiht wurde&#8230; In Panama-City angekommen, bestiegen wir ein Taxi, um in unser Hotel mitten in der Stadt zu fahren. Zuerst machten wir eine Siesta, da wir beide nicht wirklich schlafen konnten im Flieger. F\u00fcr was ist eigentlich Panama bekannt, ausser dem Panama-Kanal und dem Panama-Hut, m\u00f6gen sich ein paar Leute fragen. Die folgenden zwei Berichte sollen die Sch\u00f6nheiten des Landes zeigen. Wir liessen es uns nicht nehmen, den Panama-Kanal bei den Miraflores-Schleusen in der N\u00e4he der Stadt zu besuchen. Dort wird einem alles erkl\u00e4rt und gezeigt, sehr interessant. Leider war gerade kein Schiff in den Schleusen. Die Altstadt von Panama-City ist auch sehenswert. Panama-City sieht recht modern aus, hat viele Wolkenkratzer und will sich weltoffen zeigen. In unserem Hotel empfahl uns der Rezeptionist, Super-Mario, das panamaische Buffet im Hotel. Der H\u00f6hepunkt am Buffet war nicht kulinarischer Natur, sondern ein Mega-Bomber von einer Frau. Ohne jemanden angreifen zu wollen, aber sie muss wohl mehr als 100 Kilo auf die Waage gebracht haben, kugelrund, ein Mini-Jupe (!) und Waden wie ein aufgeh\u00e4ngter Kaninchenbauch. Wie eine Kriegsfregatte steuerte sie mit ihren Highheels das Buffet an. Wehe, man kam dazwischen, da wurde man gleich abgeschossen. Hasta luego, Baby! \ud83d\ude42 Am n\u00e4chsten Morgen bestiegen wir einen Bus, um zur Playa Blanca an der Pazifikk\u00fcste zu fahren. Dort soll es angeblich einen der sch\u00f6nsten Str\u00e4nde des ganzen Landes geben. Kaum zu glauben, aber auch das liegt bei Hurry-up-Travel drin, mal einen Tag am Strand ausspannen&#8230; \ud83d\ude42 Busfahren in Panama ist ein Erlebnis. Busfahrpl\u00e4ne gibt es nicht wirklich, die Busse fahren dann, wann sie eben fahren. Ein Ticket kann im Voraus auch nicht gekauft werden. Da geht man einfach zur Bushaltestelle und steigt in den n\u00e4chsten Bus ein. Am Hauptbusbahnhof in Panama-City gibt es mehr als 60 Bus-Perrons. Es ist bekannt daf\u00fcr, dass in den Bussen laute Musik l\u00e4uft, was wir bereits auf der ersten Fahrt erleben durften. Oft wird Elektro- oder Latinomusik mit vollem Bass abgespielt, dazu noch das passende Musikvideo auf einem Bildschirm. Die fahrende Disco brachte uns direkt zur Playa Blanca. Und das soll einer der sch\u00f6nsten Str\u00e4nde des Landes sein? Nun gut, die Geschm\u00e4cker sind verschieden. Es ist nicht so, dass es etwa h\u00e4sslich war, aber es gibt sicherlich sch\u00f6neres. Hopp in den n\u00e4chsten Bus, es ist Sonntag-Morgen, eigentlich Zeit f\u00fcr in die Kirche&#8230; Deshalb wird wohl die Musik etwas leiser abgespielt, der Herr im Himmel muss ja schliesslich auch verstanden sein. Dreimal mussten wir umsteigen, um nach Santa Catalina zu gelangen. Heilig sind die Wellen f\u00fcr die Surfer und die Tiefen des Meeres f\u00fcr die Taucher. Es gibt dort zwei Str\u00e4nde, dunkelsandig, aber doch sehr dreckig, \u00fcbers\u00e4t mit Petflaschen und sonstigem Dreck. Vor Santa Catalina liegt der Nationalpark Coiba, ein rund 60 Kilometer vorgelagertes Inselreich. Auch dort befand sich fr\u00fcher ein Gef\u00e4ngnis. Wir charterten gleich selber ein Boot, mit einem F\u00fchrer und einem Capitano. Au Backe, die Fahrt ist alles andere als eine gem\u00fctliche Schiffsfahrt mit Kuchen und Kaffee. Mit voller Wucht bretterten wir nach Coiba, schlugen x-mal auf den Wellen auf, aber der relativ weite Weg entsch\u00e4digte uns voll und ganz. Es hat sehr sch\u00f6ne Str\u00e4nde, wir machten zudem zwei kleinere Wanderungen mit unserem F\u00fchrer. Zwischen den 38 zu Coiba z\u00e4hlenden Inseln konnten wir Wale beobachten, auf dem R\u00fcckweg nach Santa Catalina begleiteten uns noch f\u00fcr kurze Zeit ein paar Delphine. Es war ein herrlicher Tag in diesem Nationalpark. Ganz so geschmeidig wie die Delphine bewegten wir uns zur\u00fcck an Land dann nicht wirklich, aber wir gaben unser bestes. Wir hausten bei Sherlley in ihren sogenannten Cabanas. Das sind so pro Forma Studios, Cabins. Sherlley machte einen etwas verwirrten Eindruck, sie wusste nicht sehr viel \u00fcber die Region, aber immerhin wo es die beste Pizza weit und breit gab. Das ist doch schon mal was! In unserem Cabin hatten wir Schlafgelegenheiten f\u00fcr acht Personen, aber nur drei Tassen und zwei Barhocker dazu. Fragt mich jetzt nicht, wie eine Familie zusammen Essen m\u00f6chte&#8230; Eins und eins geben doch f\u00fcnf, oder?! Ach nein, es sind doch sieben, sorry. \ud83d\ude09 Am n\u00e4chsten Tag ging es dann bereits weiter in die Berge Panamas.<\/p>\n<p>Thema Panama-Kanal: Der Panamakanal ist eine k\u00fcnstliche, etwa 82 Kilometer lange Wasserstrasse, die die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet, den Atlantik mit dem Pazifik f\u00fcr die Schifffahrt verbindet und ihr damit die Fahrt um das Kap Hoorn an der S\u00fcdspitze S\u00fcdamerikas erspart. Der 1914 er\u00f6ffnete Kanal ist eine der wichtigsten Wasserstrassen der Welt; etwa 14&#8217;300 Schiffe durchfahren ihn pro Jahr. Die Gr\u00f6sse der Schiffe ist begrenzt durch die sogenannten Panamax-Masse, das entspricht etwa einem Containerschiff mit 4&#8217;600 Frachtcontainern (TEU). Nach der Vollendung des 2007 begonnenen Ausbaus (planm\u00e4ssig 2015) sollen ihn Schiffe mit 12&#8217;000 TEU durchfahren k\u00f6nnen. Die Schiffe m\u00fcssen f\u00fcr die Durchquerung des Kanals sechs Schleusen passieren. Deshalb darf ein Schiff heutzutage h\u00f6chstens 294,13 m lang und 32,31 m breit sein, einen Tiefgang von 12.04 m sowie eine H\u00f6he von maximal 57,91 m aufweisen. Die ganze Durchfahrt dauert ca. 8 &#8211; 10 Stunden und kostet je nach Fracht oder Passagiere zwischen 300&#8217;000 und 400&#8217;000 USD. Das ist das Geld alleweil Wert, da die Einsparung der Umfahrung von ganz S\u00fcdamerika ca. 30 Tage betr\u00e4gt. Zeit ist Geld! Die niedrigste Geb\u00fchr musste \u00fcbrigens 1928 ein Schwimmer bezahlen (35 Cents), der erste Mensch, der den Panama-Kanal durchschwamm. Pro Tag k\u00f6nnen h\u00f6chstens 35 &#8211; 40 Schiffe eine Passage durchf\u00fchren. Daf\u00fcr stehen beinahe 300 Lotsen und 36 Schlepper zur Verf\u00fcgung. Der Panama-Kanal ist wirtschaftlich f\u00fcr das Land sehr wichtig. Das haben auch die umliegenden L\u00e4nder gemerkt und haben Studien gemacht, ob es auch m\u00f6glich w\u00e4re, einen zweiten Kanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, zu bauen. So sollen in Nicaragua noch dieses Jahr die ersten Bagger auffahren, um die geplanten Arbeiten von f\u00fcnf Jahren in Angriff zu nehmen, es lebe &#8222;El Gran Canal&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23. Juli &#8211; 6. August 2014 29. Juli &#8211; 6. August 2014: In Santa Catalina bestiegen wir den Bus, um nach Boquete zu gelangen, was mit drei Mal Busumsteigen verbunden war. 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