{"id":1338,"date":"2014-02-25T16:59:32","date_gmt":"2014-02-25T14:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=1338"},"modified":"2014-02-27T12:03:34","modified_gmt":"2014-02-27T10:03:34","slug":"hongkong","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/asien\/hongkong\/","title":{"rendered":"Hongkong"},"content":{"rendered":"<p><strong>13. &#8211; 20. Februar 2014<\/strong><\/p>\n<p>13. &#8211; 20. Februar: In Cebu fuhr ich zum Flughafen und wartete auf meinen Flug nach Hongkong. Auf einmal eine Riesenunruhe, Presse und viel Flughafenpersonal kamen zum Gate. Es war mir dann nicht so recht, dass ich so viele Personen aufhorchen liess. Nun, gut, ab einem gewissen Status geh\u00f6rt dies zum Alltag&#8230; \ud83d\ude09 Ach so, das Ganze war gar nicht wegen diesem W\u00fcrstchen, das einmal um die Welt reisen will&#8230; Dann landete der Flieger aus Hongkong, eine Aufregung. Und auf wen warteten all diese Leute? Es war David Beckham&#8230; Nun gut, dieser Mann hat Klasse, das muss man ihm lassen! Ich kann wenigstens sagen, dass ich ihn gesehen habe, und ich in denselben Flieger einstieg, wie er ausgestiegen ist&#8230; In Hongkong gelandet, muss man sich wieder neu orientieren, ein Mega-Flughafen. Noch selten habe ich eine so effiziente Immigration erlebt. Kein Anstehen, keine Fragen, welcome to Hongkong! Aber aufpassen: Da bekommt man ein kleines Zettelchen, das man auf keinen Fall verlieren darf, und das man bei der Ausreise wieder zur\u00fcckgeben muss. Das Gep\u00e4ck hatte es allerdings nicht sehr eilig. Mehr als eine Stunde musste ich darauf warten. Erste Amtshandlung nach der Landung in einem neuen Land, d.h. nebst den menschlichen Bed\u00fcrfnissen, ist jeweils einen Bacomaten suchen. Gefunden, dann zur U-Bahn und ab in die Stadt. Zweimal musste ich umsteigen, das geht ja noch. Fast eine Stunde brauchte ich bis zu meiner Unterkunft. Das Haus ist gefunden, aber wo bitte ist die Unterkunft? Angeschrieben ist gar nichts. Vor dem Geb\u00e4ude warten x M\u00e4nner mit indischem Einschlag, die einem eine Unterkunft oder eine gef\u00e4lschte Uhr andrehen m\u00f6chten. Hello my friend! Ach ja, du bist es. Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, dass wir mal auf der Schatzalp zusammen Ziegen geh\u00fctet haben. Oder war es vielleicht auf dem Sonnenberg? Ist ja auch Wurst. Also, all die Freunde, die ich auf der ganzen Welt habe&#8230; Es ist schon fast be\u00e4ngstigend. \ud83d\ude09 Wer schon mal in Hongkong war, weiss wie es mit den Unterk\u00fcnften aussieht, entweder bezahlt man eine ganze Stange Geld f\u00fcr ein Hotelzimmer, oder man nimmt ein billigeres, daf\u00fcr bekommt man ein Mikrozimmer. Im ganzen Geb\u00e4ude hat es etwa 50 Guesthouses, wie diese genannt werden. Das sind Wohnungen, aus einer werden ca. 7 Zimmer gemacht. Es hat drei Lifte, da steht man zu Spitzenzeiten 15 Minuten an, bis man den Lift benutzen kann&#8230; Ein Bett, das eigentlich f\u00fcr zwei gedacht w\u00e4re, reichte gerade f\u00fcr mich. Ihr kennt mich ja. Als der liebe Gott die langen Beine verteilt hat, war ich nicht in den vorderen Reihen anzutreffen. Ich musste jedoch diagonal im Bett liegen, damit ich mich voll ausstrecken konnte. Das &#8222;Bad&#8220; war etwa 70 cm x 90 cm, mit Toilette, Lavabo und Dusche, also nichts f\u00fcr Leute mit Platzangst. Ja, und dann war das Zimmer wieder heruntergek\u00fchlt und feucht. Wow, das \u00fcbertraf noch den Bus auf den Philippinen. Ich schlief mit zwei Termodecken, den Paschmina-Schal musste ich mir um den Kopf binden, und das Schaumgummi-Kissen, der reine Horror. Nach der ersten Nacht hatte ich eine Nackensperre (\u00c4ckegstabi). Die Klimaanlage liess sich leider nicht umstellen, d.h. in der ersten Nacht. Die wissen auch wie man es macht, da muss man f\u00fcr den ganzen Aufenthalt bar bezahlen, bevor man \u00fcberhaupt das Zimmer betreten kann. Als ich das Zimmer reservierte, hatte es ziemlich gute Kritiken, weshalb ich \u00fcberhaupt buchte. Ich w\u00e4re sonst umgezogen. Es war f\u00fcr Hongkong Verh\u00e4ltnisse sonst nicht sehr warm, es sollte so um die 20 \u00b0C sein, das Thermometer zeigte gerade mal 8 \u00b0C an. In Hongkong war meine Priorit\u00e4t, ein Visum f\u00fcr China zu erhalten. Ja, diese Chinesen machten mir einen Strich durch die Rechnung. Als ich mich auf meine Reise vorbereitet habe, hiess es, dass es kein Problem sei, in Hongkong ein China-Visum f\u00fcr 60 oder 90 Tage zu erhalten. Per 1. November 2013 wurden die Visa-Vorschriften jedoch versch\u00e4rft, publiziert ein Tag vorher! Zuerst hiess es, man k\u00f6nne \u00fcberhaupt keine Visas mehr f\u00fcr China ausserhalb des Wohnsitzstaates beantragen. Dem ist nicht so. Beantragen kann man es nach wie vor in Hongkong. Nur dauert es vier Arbeitstage bis man weiss, ob es klappt oder nicht. Am Tag nach meiner Ankunft ging ich sofort zu einem Visab\u00fcro. Das geht ganz zackig: Hello, den Pass bitte. Einfache oder Zweifacheinreise? Gut, Formular ausf\u00fcllen. Foto, danke. Kommen Sie am Mittwoch wieder vorbei&#8230; Ja, aber&#8230; Und Adieu! Kein Platz f\u00fcr Fragen! In der Zwischenzeit sprang ich von Links nach Rechts, um all meine Optionen vorzubereiten, falls es mit dem Visa klappt oder eben nicht. Falls ja, dann kann ich jedoch nur f\u00fcr 30 Tage nach China reisen, muss dann ausreisen, und k\u00f6nnte dann nochmals f\u00fcr 30 Tage einreisen. Eigentlich h\u00e4tte ich geplant, dass ich 40 Tage in China bleibe. Das ist mir pers\u00f6nlich zu bl\u00f6d und zu teuer, schnell aus- und wieder einzureisen. Ich werde aus klimatischen Gr\u00fcnden vom S\u00fcden Richtung Norden reisen. Das n\u00e4chste Land, in das ich ausreisen k\u00f6nnte, ist S\u00fcdkorea. Deshalb bleibe ich halt einen Monat in China und reise dann \u00fcber Seoul nach Japan f\u00fcr ein paar Tage. Meinen bereits gebuchten Flug aus China musste ich auch wieder annullieren. Mir blieb im Verh\u00e4ltnis viel Zeit in Hongkong. Es ist eine grossartige Stadt, es g\u00e4be auch hier so viel zu entdecken. Irgendwie tat mir die Luft in der Unterkunft nicht gut, ich wurde krank, hatte Sch\u00fcttelfrost, Fieber und f\u00fchlte mich kraft- und saftlos. Aus diesem Grund konnte ich leider nicht halb so viel erledigen, wie ich wollte. Es tut mir auch Leid, dass ich nicht viele Emails beantwortet habe und ich meinen Blog auf diesen Bericht warten liess. Sorry. Aber jede Anstrengung war mir zuviel. Dann endlich eine gute Nachricht. Ich erhielt das China-Visum f\u00fcr 30 Tage. Also, noch schnell ein Zugticket kaufen, ein Hotel reservieren, und schon bald ging es weiter. Eigentlich wollte ich noch nach Macao f\u00fcr eine Casino-Session, um mein Reise-Budget wieder ins Lot zu bringen. \ud83d\ude42 Aber wie gesagt, mir war alles zu viel. Wer war ich? Ich kannte mich selber nicht mehr, aber es ging einfach nicht. Irgendwie lief in Hongkong alles gegen mich, oder so empfand ich es zumindest, ich lief auf dem Zahnfleisch. Das Wetter war in den 9 Tagen auch nicht berauschend, kalt und feucht, bis auf einen Tag. So, damit ist die Jammerstunde vor\u00fcber&#8230; \ud83d\ude41 Diejenigen, die bereits einmal in Hongkong waren, erkennen sicherlich die eine oder andere Sehensw\u00fcrdigkeit. Am Freitag, 21. Februar ging es dann weiter nach China.<\/p>\n<p>Thema Exklave oder \u00dcberseegebiete: Hongkong war ja lange eine britische Kronkolonie, oder ein britisches \u00dcberseegebiet, bevor es 1997 vertraglich wieder zur\u00fcck an China ging. Die Briten besetzten Hongkong 1841, welches in einem Vertrag von 1843 geregelt wurde. Es war vermutlich das bekannteste \u00dcberseegebiet der Neuwelt. Macao war ja auch ein \u00dcberseegebiet, jedoch unter portugiesischer Herrschaft bis 1999. Heute bilden diese zwei St\u00e4dte eine Sonderverwaltungszone (SAR) innerhalb Chinas, die eine grosse Autonomie geniessen. Es ist absurd, aber die Chinesen ben\u00f6tigen ein Visa, wenn sie in diese SAR einreisen wollen. Wir k\u00f6nnen ohne Visa nach Hongkong und Macau einreisen&#8230; Aber es gibt heute immer noch relativ viele \u00dcberseegebiete. Unter britischer Krone sind die wichtigsten (nicht vollst\u00e4ndig): Gibraltar, Falklandinseln, Bermuda, britische Jungferninseln, Anguila, Kaimaninseln. Unter Frankreich stehen: Martinique, Guadeloupe, St. Martin, La R\u00e9union, Neukaledonien und franz\u00f6sisch Polynesien. Aber auch in der Schweiz haben wir zwei Enklaven (aus der Sicht der Schweiz), resp. zwei Exklaven aus der Sicht ausl\u00e4ndischer Staaten: Das deutsche Dorf B\u00fcsingen am Hochrhein und das italienische Campione d&#8217;Italia.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13. &#8211; 20. Februar 2014 13. &#8211; 20. Februar: In Cebu fuhr ich zum Flughafen und wartete auf meinen Flug nach Hongkong. Auf einmal eine Riesenunruhe, Presse und viel Flughafenpersonal kamen zum Gate. 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