{"id":1233,"date":"2014-02-01T14:31:14","date_gmt":"2014-02-01T12:31:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=1233"},"modified":"2014-02-17T06:00:38","modified_gmt":"2014-02-17T04:00:38","slug":"philippinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/asien\/philippinen\/","title":{"rendered":"Philippinen"},"content":{"rendered":"<p><strong>24. Januar &#8211; 13. Februar 2014<\/strong><\/p>\n<p>4. &#8211; 12. Februar: Von der K\u00e4lte in die K\u00e4lte, auch wenn es draussen 30\u00b0 C warm ist. Wie geht das? Wie bereits erw\u00e4hnt, der Nachtbus von den Reisterrassen nach Manila war wieder ein K\u00fchlschrank und der Flug auf die Insel Palawan war auch sehr heruntergek\u00fchlt. Nun, man kann es sehen wie man will, entweder bin ich ein cooler oder heisser Typ! \ud83d\ude09 Nein, nein, das war jetzt nur der Witz des Tages&#8230; In Palawan angekommen, wartete bereits der Hotelbus auf uns. Es war nur eine kurze Fahrt ins nahe gelegene Hotel. Endlich konnten wir uns wieder etwas aufw\u00e4rmen. Dort besuchten wir am n\u00e4chsten Tag den unter UNESCO-Weltkulturerbe stehende unterirische Fluss. Mit dem Bus geht es an die Westk\u00fcste von Palawan, von dort mit einem Boot an die sonst unzug\u00e4ngliche Stelle, dann l\u00e4uft man einen kurzen Weg bis man wieder in ein anderes Boot steigt, um in die gehemnisvollen Grotten hinein zu fahren. Das ganze Flusssystem ist 21 km lang, der normale Tourist darf den ersten Kilometer hineinfahren, ausger\u00fcstet wie ein Expeditionsteilnehmer (siehe Foto). Es ist wirklich sehr sch\u00f6n und eindr\u00fccklich. Und all die Inseln drum herum, einfach wunderpr\u00e4chtig. Dann fuhren wir wieder zur\u00fcck ins Hotel. Palawan ist ber\u00fchmt f\u00fcr seine Perlen. Aber wo kann man denn diese \u00fcberhaupt kaufen? Ich habe keinen einzigen Laden gesehen&#8230; Wenn man als Tourist einen Ausflug macht, dann kommen die &#8222;wilden&#8220; Verk\u00e4ufer und bieten einem Perlenketten und Ohrringe an. Da muss man aufpassen, sonst kriegt man Perlen aus der Kategorie 2. &#8211; 5. Klasse. Ich denke, die sch\u00f6nsten Perlen gehen eh in den Export. Am n\u00e4chsten Tag haben wir einen Inselh\u00fcpf-Ausflug in der sogenannten Honda-Bay gebucht, schliesslich wollten wir auch wieder mal baden gehen. Da f\u00e4hrt man mit dem Boot von Insel zu Insel, es war herrlich. Das Wasser hat hier eine Qualit\u00e4t, zumindest optisch, ein Traum. Und auch die Str\u00e4nde sind sehr sch\u00f6n. Dieses Gebiet ist offenbar auch sehr unter den Tauchern bekannt f\u00fcr die sch\u00f6nen Riffe. Ausger\u00fcstet mit Schnorchel und Badeschuhen machten wir ebenfalls bei einem Riff Halt, um die Unterwasserwelt etwas bestaunen zu k\u00f6nnen. Die Fische zeigten sich nur sp\u00e4rlich, nun gut, vor mir w\u00fcrde ich auch wegschwimmen. \ud83d\ude09 Das Wasser war f\u00fcr mich fast zu sanft, glatt wie ein Spiegel, dabei liebe ich doch die Wellen so&#8230; Macht nichts, Spass hat es alleweil gemacht. Ja, dann war bereits wieder Schluss mit Palawan, die n\u00e4chste Insel wartete auf uns. Wir flogen zuerst nach Cebu, das ist relativ zentral gelegen auf den Philippinen. Dort sprangen wir schnell in ein Taxi, um an den Hafen zu fahren, um die n\u00e4chste F\u00e4hre nach Bohol zu nehmen. Leider hat es um etwa f\u00fcnf Minuten nicht geklappt, der Verkehr machte uns einen Strich durch die Rechnung. Dann warteten wir halt auf die n\u00e4chste F\u00e4hre. In Bohol angekommen, ging der Kampf um ein Taxi los. X Taxifahrer buhlen um ihr bestes. Da muss man ein wenig Geduld haben, nicht gleich den ersten nehmen. Je weiter man l\u00e4uft, je billiger wird es in der Regel. Nach einer halben Stunde kamen wir in unserem Hotel an, weit und breit war nicht sehr viel los. Offenbar habe ich ein Flair, Hotels zu buchen, die weit vom Schuss sind&#8230; \ud83d\ude09 Machte nichts, es war daf\u00fcr ein sehr gutes Hotel mit einem sehr guten Restaurant. Bohol ist eine der Inseln, die im letzten Jahr ziemlich stark von den Naturkatastrophen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bei uns h\u00f6rte man vor allem wegen dem Taifun Haiyan vom 14. November 2013 viel. Dieser schlug haupts\u00e4chlich auf der Nachbarinsel Leyte zu. Jedoch gr\u00f6sseren Schaden auf Bohol verursachte das Erdbeben vom 15. Oktober im letzten Jahr. Da sah man viele Kirchen, die zu spanischen Kolonialzeiten gebaut wurden, am Boden zerst\u00f6rt, oder zumindest halb zerst\u00f6rt, aber auch Strassen und andere Bauten wurden teilweise stark besch\u00e4digt. Es tat einem Weh, dies zu sehen, aber eben, gegen Naturkatastrophen kann man nichts machen. Auf der Inseltour besuchten wir zuerst ein paar Kobold\u00e4ffchen (Tarsier), das sind die kleinen \u00c4ffchen mit den grossen Augen, die sich an den Baum\u00e4sten festhalten als w\u00fcrde gleich die Welt untergehen (siehe Foto). Dann waren die Chocolate Hills an der Reihe. Ja, als Schweizer muss man doch fast die Chocolate Hills besuchen&#8230; Aber weit und breit kein Schoggi! Mit etwas Wehmut betrachtete ich diese H\u00fcgel, und meine Gedanken waren bei meinen Zuhause gelassenen Lindor-Kugeln. \ud83d\ude42 Oh, sorry, ich bin ja auf den Philippinen. Diese f\u00fcr mich lustigen H\u00fcgel liegen sanft in der Landschaft und werden deshalb Chocolate Hills genannt, weil im Sommer alles trocken ist und die H\u00fcgel dann mit brauner oder abgestorbener Flora bewachsen sind. Eine gute Aussicht hat man, wenn man 214 Treppen auf einen Aussichtspunkt macht. Bonjour Alex, ja ich weiss, du magst mich nur deshalb! \ud83d\ude09 Dann stand noch eine Flussfahrt auf dem Programm. Es war sehr sch\u00f6n, obwohl es geregnet hat wie aus K\u00fcbeln&#8230; Der letzte Tag auf Bohol verbrachten wir am Strand, um unsere F\u00fcsse etwas zu l\u00fcften. Dann ging es bereits wieder zur\u00fcck nach Manila, wo Alex am folgenden Tag Richtung Schweiz abflog. Ich hatte noch ein kurzes Intermezzo in Cebu, bevor auch ich die Philippinen verliess. Ja, die Philippinen haben mir sehr gut gefallen. Es ist ein sehr abwechslungsreiches Land, es gibt so viel zu sehen auf den verschiedenen Inseln. Die Leute sind auch sehr nett, wenn sie einem nicht gerade bestehlen. \ud83d\ude41 Eines vermisse ich aber auch nicht: Die Taxifahrer. Das sind Schlitzohren sondergleichen. Da wird man fast immer \u00fcber den Tisch gezogen. Sie versuchen oft, einen Fixpreis abzumachen, da fahren sie besser als wenn sie den Taxometer einstellen. Ich bin mehr als einmal wieder vor der Abfahrt aus dem Taxi gestiegen&#8230; Es ist auch vorgekommen, dass wenn man zahlt und nicht gerade das richtige Wechselgeld parat hat, die Taxifahrer das Geld nehmen und einfach abfahren, und Tsch\u00fcss! Und mein Wechselgeld?! Kann ja als Spende bei der n\u00e4chsten Steuererkl\u00e4rung abgezogen werden&#8230; \ud83d\ude09 Es war auch sch\u00f6n, Besuch aus der Schweiz zu haben, Merci Alex&#8230; Und da ich keinen Gebrauch von &#8222;Mietobjekten&#8220; gemacht habe, konnte ich ohne grosse Worte diesen Inselstaat Richtung Hongkong verlassen&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Philippinen: Die Philippinen sind eine pr\u00e4sidentielle Demokratie, oder sollte es wenigstens sein. Die Philippinen wurden erst 1946 unabh\u00e4ngig, nachdem sie \u00fcber 40 Jahre in amerikanischen H\u00e4nden waren. Viele von uns m\u00f6gen sich sicher noch an den Pr\u00e4sidenten Ferdinand Marcos erinnern, wenn nicht an ihn, dann an seine Frau Imelda. Sie war ja ber\u00fchmt f\u00fcr ihre Schuhsammlung, welche mehr als 500 Paare beinhaltete. Ferdinand Marcos war von 1965 bis 1986 Pr\u00e4sident. Dies ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, er war Diktator. Es ist ja auch bekannt, dass er das Geld, das er seinem Volk gestohlen hatte, im Ausland anlegte, u.a. in der Schweiz. Von der Schweiz erhielten die Philippinen den beschlagnahmten Betrag von ca. CHF 570 Mio. wieder zur\u00fcck. Im ganzen liess Marcos weit \u00fcber eine Milliarde verschwinden. Er soll ja im Exil in den USA verstorben sein. Die Philippinen verweigerten allerdings, dass er sein offizielles Grab im f\u00fcr verstorbene Pr\u00e4sidenten vorgesehenen Park begraben wurde. Er soll ja tiefgefroren sein und auf einem Familiengrundst\u00fcck auf den Philippinen somit gut erhalten bleiben. Ja, dann hoffen wir auf keinen Stromausfall auf den Philippinen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>30. Januar &#8211; 3. Februar: Am fr\u00fchen Morgen machte ich mich in Angeles City auf den Weg zur Busstation, d.h. ich musste ein Tricycle nehmen. Dies ist ein T\u00f6ff mit einem Seitenwagen, andere Taxis in Angeles City findet man praktisch nicht. Ich fand dies eine lustige Erfahrung, der Verkehr war am fr\u00fchen Morgen auch noch nicht so schlimm. Mit dem Bus ging es also zur\u00fcck nach Manila, wo ich um 13 Uhr Alex, meine fr\u00fchere Arbeitskollegin bei der Stadt Biel am Flughafen in Manila abholte. Sie kommt mich f\u00fcr 12 Tage besuchen. Es ist doch immer sch\u00f6n, wenn man Besuch aus der Heimat hat. In Manila darf man nur als Passagier in den Flughafen gehen, wie in Indien. Also, musste ich draussen warten, es hatte jedoch zwei Ausg\u00e4nge, 150 m voneinander entfernt. Nach Murphy&#8217;s Law kam sie nat\u00fcrlich beim anderen Ausgang heraus, als bei dem ich wartete. Wir haben uns dann doch noch gefunden. Alex war nicht wirklich zu beneiden, hatte ich doch ein sportliches Programm f\u00fcr uns vorbereitet. Sie war schon fast 24 Stunden unterwegs bis Manila, und ich hatte Tickets f\u00fcr den Nachtbus in den Norden zu den Reisplantagen gekauft, was sie bereits zum voraus wusste. Dennoch hatte ich in Manila ein Hotelzimmer reserviert, um doch noch schnell eine Dusche und einen Power-Nap zu nehmen, bevor wir mit dem Bus losfuhren. Die Transportmittel auf den Philippinen sind immer dermassen heruntergek\u00fchlt, da muss man immer mit langen Hosen und einer Jacke reisen, sonst friert es einem an den Hintern&#8230; \ud83d\ude42 Dieser Bus brach jedoch alle Rekorde was die K\u00e4lte betrifft. Ich nahm noch zus\u00e4tzlich meinen Pashmina-Schal von Indien hervor und h\u00fcllte mich so gut es ging darin ein. Die Einheimischen hatten ihre Kappen an, das war ein Bild in diesem Bus. Nun, das Positive ist, dass man in dieser K\u00e4lte gut konserviert bleibt, also keine Sorgen mit Falten im Gesicht&#8230; \ud83d\ude09 Und endlich weiss ich, wie sich gefrorenes Gem\u00fcse im Tiefk\u00fchler f\u00fchlen muss, konnte ich doch eine Schnupperlehre machen. Durchgefroren kamen wir in Banaue an. Dort war es ebenfalls nicht sehr warm, und wir mussten noch die n\u00e4chsten Busse abwarten, bis ein gewisser Francesco ankommen sollte. Nachdem wir \u00fcber 1 1\/2 Stunden vergebens auf ihn warteten, wurden wir in unsere Unterkunft gefahren, welche sich am A.. der Welt befand. Dort hatten wir ein Zimmer reserviert. Welch \u00dcberraschung, es war ein Cottage auf Stelzen. Als wir todm\u00fcde dort die T\u00fcre aufmachten, schauten wir aus der W\u00e4sche, als w\u00e4re gleich der Weltuntergang! Eine Matratze und zwei Badet\u00fccher erwarteten uns, und es war immer noch kalt! Nun gut, wir legten uns zuerst einmal hin, um etwas zu schlafen, oder jedenfalls versuchten wir es. Ach ja, da war noch Francesco, der Italiener. Er kam mit dem T\u00f6ff, dreckig von oben bis unten, die nassen und dreckigen Strassen liessen nichts anderes zu. Wie kann man nur hier mit einem T\u00f6ff unterwegs sein?! Wir mussten trotz Mitleid schmunzeln&#8230; Am n\u00e4chsten Tag buchten wir den ersten Ausflug zu den Reisterrassen. Ohne F\u00fchrer geht da gar nichts, sonst verl\u00e4uft man sich. Es war wirklich sch\u00f6n, und am Ende des Tales nahmen wir ein Bad in den Hotsprings, eine Wanne mit warmen Wasser. Um uns tummelten viele einheimische Kinder. Danach liefen wir zur\u00fcck zum Auto, das uns wieder zur Unterkunft brachte. Der n\u00e4chste Tag bescherte uns eine Wanderung zum Dorf Batad, das ebenfalls mitten in den Reiseterrassen liegt. Wir mussten einen sehr steilen Weg hinunter laufen und wussten, dass es den gleichen Weg wieder zur\u00fcck ging&#8230; Ich glaube, Alex h\u00e4tte mich am liebsten ins Niemandsland verbannt. \ud83d\ude09 Nun, wir haben es auch noch geschafft! Der letzte Tag war Ruhetag, bevor es wieder mit dem Nachtbus zur\u00fcck nach Manila ging. Das hiess konkret, unsere &#8222;Winterausr\u00fcstung&#8220; montieren f\u00fcr die Fahrt. Der Bus war z\u00fcgig unterwegs, er kam zwei Stunden vor der geplanten Ankunftszeit an, um 3 Uhr morgens. Um die Zeit bis zu unserem Weiterflug auf die Insel Palawan zu \u00fcberbr\u00fccken, gingen wir in ein McDonalds und w\u00e4rmten uns auf. Wie ihr sehen k\u00f6nnt, hat auch diese Restaurant-Kette ihre guten Seiten. Please, two McFire!<\/p>\n<p>Thema Reis: Wenn man schon mitten im Reis war, dann geh\u00f6rt diesem Grundnahrungsmittel auch ein Thema. Die Kulturreispflanze kann bis zu 30 Halme ausbilden. Sie werden 50 bis 160 cm hoch und tragen je eine schmale \u00fcberh\u00e4ngende Rispe, an der 80 bis 100 einbl\u00fctige \u00c4hrchen (Reisk\u00f6rner) sitzen k\u00f6nnen. Eine Pflanze kann damit fast 3000 Fr\u00fcchte tragen. Die Frucht besteht wie bei allen Getreiden aus Keimling, Mehlk\u00f6rper, Aleuronschicht, Samenschale und Fruchtwand. Der Reis wird in verschiedenen Methoden angebaut: Trockenreis, Streusaatverfahren, Reisterrassen- und Nassreisanbau, wobei der letzt genannte 80% der Welternte ausmacht. Bei diesem Verfahren ben\u00f6tigt man f\u00fcr ein Kilogramm Reis zwischen 3000 und 5000 Liter Wasser! \u00dcbrigens wird in der Schweiz in der Magadinoebene der am n\u00f6rdlichsten angebaute Reis der Welt produziert. Der weltgr\u00f6sste Reisproduzent ist China, vor Indien und Indonesien, die Philippinen folgen auf Platz 8. F\u00fcr mehr als 50% der Weltbev\u00f6lkerung ist der Reis das Grundnahrungsmittel, in Asien sind es rund 80%. E Guete, und \u00fcbrigens, ins Curryreis geh\u00f6ren keine Fr\u00fcchte!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>24. &#8211; 29. Januar: Am Morgen lief ich zur nahegelegenen Busstation, um den n\u00e4chsten Bus zum Flughafen zu nehmen. Es waren somit meine letzten Stunden in Malaysia, ein f\u00fcr mich sehr sch\u00f6nes Land, das ich bereisen durfte. Kaum bei der Busstation angekommen regnete es bereits wieder, aber ich hatte ja Gl\u00fcck und kam noch vor dem Regen an. Ich buchte einen direkten Flug nach Manila mit Zest Air. Erst im Nachhinein habe ich die zum Teil vernichtenden Bewertungen \u00fcber diese Airline gelesen&#8230; Aber alles hat bei mir prima geklappt. Die Landung war schon etwas hart, mich hat es fast aus dem Sitzgurt gerissen. In Manila kommt man bei einem der vier Terminals heraus und steht sozusagen auf der Strasse. Dann darf man ein Taxi nehmen. Etwas anderes existiert nicht, kein offizieller Bus, keine Bahn, einfach nur Taxis. Es stellt sich immer die Frage, um welchen Preis man als Ausl\u00e4nder wieder mal \u00fcbers Ohr gehauen wird, wenn man in die Stadt f\u00e4hrt. Aber das geh\u00f6rt hier auf den Philippinen zur Tagesordnung! Ja, dann die Verkehrssituation in Manila&#8230; Mein Gott, Erinnerungen an Delhi kamen wieder auf. Da steht man einfach im Verkehr. Es waren eigentlich nur 15 Kilometer in mein Hostel, aber wir brauchten ca. 1 1\/4 Std. Ich hauste mitten in einem guten Viertel, aber es wurde schon bald dunkel und so ging ich nicht allzu weit weg. Am n\u00e4chsten Tag musste ich unbedingt Tickets f\u00fcr zwei Busfahrten kaufen und sonst noch ein paar Unklarheiten mit gebuchten Fl\u00fcgen kl\u00e4ren. Dann blieb noch etwas Zeit, um die paar wenigen Sehensw\u00fcrdigkeiten in Manila anzuschauen, wobei es auch sch\u00f6ne Sachen hat. Aber da tauchen wieder Strassenverk\u00e4ufer auf, die einem ganz verschiedene Artikel andrehen wollen. So ein Gespr\u00e4ch h\u00f6rt sich etwa so an: Hello, m\u00f6chtest du eine Uhr kaufen? Nein, Danke. Aber ich gebe dir einen guten Preis. Nein, meine Uhr funktioniert noch. M\u00f6chtest du ein iPhone kaufen? Nein, Danke, mein Handy funktioniert noch. M\u00f6chtest du ein iPad kaufen? Nein, Danke, mein iPad funktioniert noch. Viagra, Viagra! Nein, Danke, mein&#8230; Was hat er jetzt verkaufen wollen? No, thanks, it is still working&#8230; \ud83d\ude42 Mit zwei Chinesen, die im gleichen Zimmer wie ich im Hostel \u00fcbernachteten, bin ich am n\u00e4chsten Tag noch ein paar Sachen anschauen gegangen, unter anderem den ber\u00fchmten Sonnenuntergang \u00fcber der Manila Bay. Es war wieder mal ein Bilderbuch-Sonnenuntergang, wie ihr auf den Fotos sehen k\u00f6nnt. Am n\u00e4chsten Morgen dann wieder ein Taxi, um zur Busstation zu fahren. Wie gesagt, die Preise der Taxis variieren immer. So fuhr ich mit dem Bus nach Angeles City. Von dort aus wollte ich unbedingt den Mount Pinatubo besichtigen, ein Vulkan. Angeles City? Schon mal geh\u00f6rt? Dies ist eine ehemalige US-Milit\u00e4rbasis&#8230; Ich versuche in jedem Ort die positiven Sachen zu sehen, aber bei Angeles City muss ich eine Ausnahme machen. Wenn ihr Zugriff zum Internet und Zeit habt, diesen Ort zu googlen, dann macht das mal. Die Bilder sagen schon alles aus&#8230; Nicht weniger als 10&#8217;000 Prostituierte arbeiten dort, die Dunkelziffer ist um einiges h\u00f6her. Nun k\u00f6nnt ihr euch vorstellen, was hier abgeht. Das Durchschnittsalter der (weissen) M\u00e4nner liegt vermutlich zwischen 60 und 70 Jahren, die meisten laufen mit einem gemieteten &#8222;Bibeli&#8220;, kaum 20 Jahre alt, herum. Wenn man sich auf der Strasse aufh\u00e4lt, dann wird einem die Schwester, die Cousine, ja manchmal sogar die Mutter zur Miete angeboten. Es ist echt abstossend. Nun, gut, ich bin ja wegen dem Mt. Pinatubo hierher gekommen. So wollte ich gleich eine Tour dorthin buchen, alleine darf man da nicht rauf. Also, habe ich mal Geld eingepackt und den n\u00e4chsten Kleinbus bestiegen. Beim Aussteigen lag mein Portmonnaie auf dem Sitz, erleichtert mit praktisch allen Noten, umgerechnet CHF 160! Nein, nicht schon wieder! In meiner Buchhaltung hat das Konto &#8222;Entwicklungshilfe&#8220; das Budget bereits \u00fcberschritten&#8230; Schlussendlich habe ich meinen Ausflug doch noch buchen k\u00f6nnen f\u00fcr am n\u00e4chsten Tag. Um 5 Uhr morgens wurde ich bei meiner Unterkunft abgeholt. Auf dem Weg haben wir einen Amerikaner mit seinem Anh\u00e4ngsel aufgegabelt, sowie eine Barbesitzerin. Das Anh\u00e4ngsel hatte rote Hotpants und ein pinkes knappes Shirt an, die ideale Bekleidung, um einen Vulkan zu besteigen. Die Barbesitzerin war zur abgemachten Zeit noch nicht parat, vermutlich musste sie noch zuerst die gewohnte Arbeitsposition wechseln&#8230; \ud83d\ude09 Vor 7 Uhr muss man beim Eingang des Parks sein, nachher lassen sie keine Leute mehr rein. Es reichte gerade noch. Wir bestiegen einen Jeep, der uns durch ein Flussbett fuhr, ca. 1 1\/4 Std. Da ist die philippinische Massage auch gleich inbegriffen! Danach liefen wir los. Kaum losgelaufen, wurde mir eine Cousine des Anh\u00e4ngels als Begleiterin angeboten, wenn wir dann wieder zur\u00fcck in der Stadt sind. Ach was, die Cousine ist Fremden(ver)f\u00fchrerin, das ist ja wieder mal interessant! \ud83d\ude42 Zur\u00fcck zur Hauptsache, dem Mt. Pinatubo. Der Weg ist sehr sch\u00f6n zu laufen, und oben angekommen, erwartete uns eine atemberaubende Aussicht. Der Kratersee ist wirklich wundersch\u00f6n, der Vulkan immer noch aktiv. Die letzte Eruption datiert im Jahre 1991, eine gewaltige Angelegenheit. Die H\u00f6he des Berges verk\u00fcrzte sich um knapp 300 m auf nun 1486 m. Damals kamen \u00fcber 800 Leute ums Leben. Es wurden jedoch \u00fcber 30&#8217;000 Personen im Gebiet evakuiert. Der Ausflug hat sich absolut gelohnt, auch wenn mir der Ausgangspunkt nicht gefallen hat. In Angeles City verbrachte ich noch eine Nacht l\u00e4nger, bevor ich wieder zur\u00fcck nach Manila fuhr.<\/p>\n<p>Thema Insel: Die Philippinen bilden ein richtiggehender Inselstaat mit 7107 Inseln. Was wird genau als Insel bezeichnet? Hier die Definition: Eine Insel ist eine in einem Meer oder Binnengew\u00e4sser liegende, auch bei Flut \u00fcber den Wasserspiegel hinausragende Landmasse, die vollst\u00e4ndig von Wasser umgeben, jedoch kein Kontinent ist. Deshalb ist nach Definition Australien keine Insel (f\u00fcr mich nicht wirklich logisch)! In Kanada beispielsweise wird eine Insel erst dann als Insel bezeichnet, wenn darauf ein Baum w\u00e4chst. Auf der ganzen Welt gibt es 47 Inselstaaten. Fl\u00e4chenm\u00e4ssig ist der gr\u00f6sste Inselstaat Indonesien. Die Philippinen sind an f\u00fcnfter Stelle. Der gr\u00f6sste Inselstaat in Europa ist Grossbritannien, gefolgt von Island und Irland. Die gr\u00f6ssten Inseln der Welt: 1. Gr\u00f6nland mit 2,2 Mio. km2 (geh\u00f6rt zu D\u00e4nemark), 2. Papua-Neuguina mit 786&#8217;000 km2 und 3. Borneo mit 743&#8217;000 km2.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>24. Januar &#8211; 13. Februar 2014 4. &#8211; 12. Februar: Von der K\u00e4lte in die K\u00e4lte, auch wenn es draussen 30\u00b0 C warm ist. Wie geht das? 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