{"id":1054,"date":"2014-01-06T14:28:20","date_gmt":"2014-01-06T12:28:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/?p=1054"},"modified":"2014-01-24T11:14:43","modified_gmt":"2014-01-24T09:14:43","slug":"malaysia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raymondontour.ch\/blog\/asien\/malaysia\/","title":{"rendered":"Malaysia"},"content":{"rendered":"<p><strong>27. Dezember 2013 &#8211; 24. Januar 2014<\/strong><\/p>\n<p>17. &#8211; 23. Januar: Am Morgen musste ich in Penang noch schnell meine sieben Sachen packen, das bestellte Taxi wartete schon und die Besitzerin der Unterkunft war bereits mit dem Taxifahrer am Dealen f\u00fcr einen guten Preis zum Flughafen. Es gab noch schnell eine Last-Minute-Aktion, und so musste ich ein paar Ringgits (malaysische W\u00e4hrung) weniger f\u00fcr die Taxifahrt bezahlen. Der Flug nach Borneo war sehr angenehm und dauerte rund zwei Stunden. Eigentlich sollte ich hier eine Belgierin treffen, der ich bereits in Namibia \u00fcber den Weg gelaufen bin, da sie auch f\u00fcr ein Jahr auf Weltreise ist und gerade zur gleichen Zeit in Borneo. Sie hat mir mitgeteilt, dass sie sich \u00fcber alles erkundigt habe und ich nur aussuchen k\u00f6nne, welche Aktivit\u00e4ten ich auf Borneo machen m\u00f6chte. Einen Tag bevor ich ankam, schrieb sie mir, dass sie Borneo verlassen habe, da es die ganze Zeit nur geregnet habe. Nun, ich ver\u00fcbelte ihr das nicht, musste nun aber schnell selber organisieren, wie ich die n\u00e4chsten Tage auf Borneo verbringen w\u00fcrde. Borneo ist eine echte Regenwald-Insel, \u00fcbrigens die drittgr\u00f6sste Insel der Welt. Der S\u00fcden geh\u00f6rt zu Indonesien, der Norden zu Malaysia, und dann gibt es ja noch den Mini-Staat Brunei. Die Schweiz hat dort eine Prinzessin, die mit dem Thronfolger von Brunei verheiratet ist, d.h. ihre Mutter ist Schweizerin. Dieser Mini-Staat ist Dank seiner \u00d6l-Vorkommnisse ein sehr reiches Land, Steuern muss dort niemand bezahlen! Nun aber zur\u00fcck nach Malaysia. Als ich in Kota Kinabalu, kurz KK genannt, ankam, war es sehr heiss und schw\u00fcl, die Sonne schien. Wie heisst es doch so sch\u00f6n, wenn Engel reisen, dann&#8230; \ud83d\ude09 Als ich mein Zimmer im Hostel fand, lief mir der Schweiss nur so herunter. Ich musste mein &#8211; zugegebenerweise &#8211; viel zu schweres Gep\u00e4ck vier Stockwerke hinaufschleppen. Im Zimmer war es mehr als 30\u00b0 C warm. Und endlich wusste ich, warum alles dunkel war, praktisch kein Gesch\u00e4ft ge\u00f6ffnet, ja schon fast gespenstisch kam es einem vor. Im ganzen Staat Sabah war seit dem Morgen Stromausfall. Also nix mit Klimaanlage oder Ventilator, kein k\u00fchles Getr\u00e4nk und die letzten Eisw\u00fcrfel hatten sich gerade in Wasser aufgel\u00f6st, sniff! Ich musste gleich wieder aus diesem Zimmer, dort hielt man es fast nicht aus. Also ging ich auf einen Erkundungswackel. Schliesslich wollte ich ja noch wissen, was ich alles machen konnte. In einem Reiseb\u00fcro hat mir dann eine nette Dame viele Informationen gegeben, konnte jedoch nichts buchen wegen dem Stromausfall. Zu sehr sp\u00e4ter Stunde am Abend kam dann langsam der Strom wieder zur\u00fcck, ein Strassenzug nach dem anderen, aber es dauerte. Ich glaube, die haben einfach alle Orang Utans zusammengetrommelt und auf ein Stromvelo gesessen und liessen diese trampeln! \ud83d\ude42 Praktisch die ganze Nacht war ich wach, es war schlichtweg zu warm. Beim Sch\u00e4fchen Nr. 5437 habe aber auch ich aufgegeben weiter zu z\u00e4hlen&#8230; \ud83d\ude09 Am n\u00e4chsten Morgen bin ich zum Reiseb\u00fcro zur\u00fcckgegangen und habe zwei Ausfl\u00fcge gebucht. Am gleichen Tag ging ich westw\u00e4rts zum Garama-River, um eine Flussfahrt im Dschungel zu machen. Dort sahen wir ein paar Proboscis Affen, das sind diejenigen, die eine lange Nase haben (Nasenaffen). Als es dunkel wurde, sahen wir in gewissen B\u00e4umen Gl\u00fchw\u00fcrmchen. Es sah fast aus als w\u00e4re es ein Weihnachtsbaum, der vor sich hin glimmert. Am n\u00e4chsten Morgen ging es gleich weiter. Ich ging auf ein sogenanntes Insel-H\u00fcpfen. Vor KK liegen ein paar Inseln, und man kann von einer zur anderen per Boot fahren. Eine Wanderung auf der einen, die n\u00e4chste auf einer anderen Insel und noch schnell im Meer schwimmen gehen. Am n\u00e4chsten Tag fuhr ich in den Kinabalu Nationalpark. Und, diesmal musste auch ich erfahren, warum der Regenwald Regenwald heisst. Ich weiss nicht, was der liebe Gott seinen Engeln angetan hat, aber diese weinten in vollem Mass&#8230; Der Mount Kinabalu ist mit 4091 m der h\u00f6chste Berg in S\u00fcdostasien. Wenn nicht gerade Regenzeit ist, dann kann man diesen relativ locker erklimmen. Wir sahen jedoch nur Nebelschwaden&#8230; Dennoch war es interessant, wir besuchten den Botanischen Garten und ein Natur-Thermal-Bad. Wir bekamen auch die gr\u00f6sste Bl\u00fcte der Pflanzenwelt der Erde zu sehen, die Rifflesie. Sie kann bis zu 1,5 m im Durchmesser gross werden und bl\u00fcht nur w\u00e4hrend 7 Tagen, dann ist bereits Feierabend. Am n\u00e4chsten Tag stand eine Stadtbesichtigung an. Es ist nicht \u00fcbertrieben, aber an diesem Tag lief ich mehr als 20 km, etwas Fitness muss auch sein. Ich habe mir wieder mal Sachen ausgesucht, die jeweils am anderen Stadtende sind&#8230; Der Kalender zeigte mir an, dass es inzwischen der 22. Januar war. Zeit um etwas Nostalgie einzuziehen. So bestieg ich den Nostalgiezug, angef\u00fchrt von einer Dampflokomotive. Ich dachte, dass man die sch\u00f6ne Landschaft an einem vorbei passieren lassen kann. Nun gut, die Landschaft war nicht besonderlich, es war mehr ein Zugerlebnis, daf\u00fcr haben wir ein sehr feines Essen erhalten. Dann war ja noch der letzte Tag in Malaysia. Es regnete wieder einmal&#8230; Es hat mir jedoch nichts ausgemacht, so konnte ich ein paar administrative Sachen erledigen. Malaysia hat mir sehr gut gefallen, es ist sehr abwechslungsreich, die Leute sind nett, sprechen gut Englisch, alles ist organisiert, es l\u00e4uft einfach. Malaysia hat \u00fcbrigens eine Arbeitslosenquote von gerade mal 3,2 %, ein Traumwert. Nun wartet aber ein neues Land auf mich oder eher umgekehrt, morgen geht es weiter auf die Philippinen. Ich freue mich auf neue Erlebnisse.<\/p>\n<p>Thema Regenwald: Wenn man schon sozusagen im Regenwald ist, dann m\u00f6chte ich dieses Thema kurz etwas n\u00e4her bringen. Der tropische Regenwald ist eine Vegetationsform, die nur in immerfeuchten tropischen Klimazonen anzutreffen sind, d.h. vor allem in der N\u00e4he des \u00c4quators. Deshalb ist die Tageslichtdauer auch sehr konstant, die Sonne schaut t\u00e4glich etwa 12 Stunden vom Himmel. Am Morgen, wenn sich bei zunehmender Sonnenstrahlung Luft und Boden rasch erw\u00e4rmen, steigt das verdunstende Regenwasser als feuchtwarme Luft nach oben und es h\u00e4ufen sich am Himmel dichte Wolken. Am Nachmittag und abends regnen diese Wolken aus. In den Regenzeiten sind die Niederschl\u00e4ge besonders intensiv. Die j\u00e4hrliche Niederschlagsmenge ist f\u00fcnf Mal h\u00f6her als bei uns in Mitteleuropa. Den Regenwald nehmen wir auch optisch mit der Flora zur Kenntnis. Dabei wird diese in verschiedenen Stockwerkbauten unterschieden, d.h. von Wurzelpflanzen bis zu den ganz hohen B\u00e4umen gibt es verschiedene H\u00f6henniveaus der Pflanzen. Der weltweit gr\u00f6sste Regenwald steht in Brasilien. Wenn wir nun alles abholzen, dann kann der Regen nirgends mehr aufgenommen werden, und wir wissen was dann passiert. Also, tragen wir Sorge zu unserer Umwelt, und noch etwas, bitte den Regenschirm nicht vergessen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>9. &#8211; 16. Januar: Ach ja, ich bin in einem muslimischen Land, \u00fcbrigens das einzig offizielle auf meiner Weltreise, das habe ich beinahe vergessen. Leider war die Moschee gleich hinter meiner Unterkunft, und diesem Muhezzin (gebetsschreiender Priester) h\u00e4tte ich am liebsten den Kopf umgedreht. Schon zum zweiten Mal in Folge wurde ich bereits vor sechs Uhr fr\u00fch aus dem Tiefschlaf gerissen. Wer zum Teufel h\u00f6rt um diese Zeit diesem Joggel eigentlich zu? Vermutlich niemand, sonst m\u00fcsste er die Gebete nicht \u00fcber die Lautsprecher laufen lassen&#8230; \ud83d\ude09 Allah hier, Allah da, Allah \u00fcberall, bei mir jedoch nicht. \ud83d\ude41 Ausgiebig war das Gebet, mind. 20 Minuten, und das ist nicht einmal \u00fcbertrieben. Gerne h\u00e4tte ich als Streich das Hauptkabel zu den Lautsprechern beim Minarett ausgezogen! \ud83d\ude09 Wie w\u00e4re es, wenn in der heutigen Zeit der modernen Kommunikation f\u00fcr alle Anh\u00e4nger eine What&#8217;s up-Gruppe gebildet w\u00fcrde? Das w\u00e4re doch f\u00fcr alle angenehmer. Aber eben, schliesslich bin ich Gast hier und ich habe mich den Gegebenheiten anzupassen, und es gibt weitaus schlimmeres&#8230; So machte ich mich auf den Weg zum Bus, der mich nach Ipoh fuhr. Ipoh? Was ist denn das f\u00fcr eine Stadt? Das ist wirklich eine no-name Stadt. Im Internet habe ich ein paar sch\u00f6ne Bilder gesehen, und so dachte ich, dass ich doch zwischen den Cameron Highlands und der Badeinsel Langkawi einen Zwischenstopp einlegen k\u00f6nnte. Reisenden, denen ich unterwegs begegnet bin, meinten, es sei wirklich keine spezielle Stadt, die k\u00f6nne ich locker links liegen lassen. Als ich dort ankam, besorgte ich bei der Touristeninformation eine Karte. Auf sehr nette Weise wurde ich mit Karten und Prospekten eingedeckt. Und so machte ich mich auf einen auf einem Stadtplan eingezeichneten Spaziergang. Erste Station war der Bahnhof, der hier schon fast liebevoll &#8222;Taj Mahal of Ipoh&#8220; genannt wird. Nun gut, vom Taj Mahal ist dieser Bau ziemlich weit weg, aber ich finde es einen sehr sch\u00f6nen Bahnhof. Dank dieses Spaziergangs konnte ich viele sch\u00f6ne Bauten und Monumente anschauen. Also, mir hat Ipoh gut gefallen, schaut euch doch mal selber die Bilder an. Nat\u00fcrlich geh\u00f6rten auch ein paar Tempel zum Programm, diesmal waren es vorwiegend buddhistische. Und zum ersten Mal seit ich unterwegs bin, habe ich meinen Regenschirm aufgespannt. Ich denke, das ist doch eine gute Sch\u00f6nwetterausbeute, wenn ich den Regenschirm bis anhin nicht gebraucht habe, oder?! Bei einem Tempel verkaufte mir eine Frau Gr\u00fcnfutter. Ich verstand, dass ich dieses vor dem Buddha als Hingabe, resp. Spende hinlegen sollte. Schliesslich muss ich doch schauen, dass das &#8222;R\u00e4ntzli&#8220; vom Buddha nicht kleiner wird&#8230; \ud83d\ude42 Das war ein Missverst\u00e4ndnis, der Buddha ist nicht etwa auf Di\u00e4t, nein, das Gr\u00fcnfutter war f\u00fcr die Schildkr\u00f6ten gedacht, die hier schon fast heilig sind. Ach du gr\u00fcne Sch&#8230;, die Frau und ich haben uns dann doch noch verstanden, und so durfte ich das Gr\u00fcnfutter den Schildkr\u00f6ten \u00fcber den Zaun werfen. Es schien, als h\u00e4tte es geschmeckt. Per Flugzeug bin ich nach zwei Tagen nach Langkawi geflogen. Diese Insel ist die beliebteste zum Baden in Malaysia und befindet sich ganz im Norden zur Grenze nach Thailand an der Westk\u00fcste. Ich kam am sp\u00e4teren Nachmittag an, es war ziemlich wolkig. Mein Gef\u00fchl sagte mir, dass es wieder einmal einen sch\u00f6nen Sonnenuntergang geben k\u00f6nnte. Dies traf voll zu! Am n\u00e4chsten Tag mietete ich mir einen Drahtesel! Dieses Gef\u00e4hrt verdient auch keinen anderen Namen. Es hatte nur einen Gang, und leider liess sich der Sattel nicht verstellen, er war zu tief. Nun gut, wegen diesen paar Kilometern machte ich dann auch kein B\u00fcro auf, schliesslich wollte ich einen Teil der Insel erkunden. So fuhr ich zum Langkawi Hill und zu Wasserf\u00e4llen. Ich war weit und breit der einzige Velofahrer. Aber es war es wert. Da ich immer etwas am unternehmen bin, musste ich mich noch beinahe beeilen, um in meine Badeh\u00f6sli zu steigen um im Meer zu schwimmen, einfach herrlich! Das w\u00e4re ja tragisch, wenn ich nicht einmal zum schwimmen kommen w\u00fcrde! Am n\u00e4chsten Morgen buchte ich eine Bootstour, Island Hopping hiess diese. Wir besuchten drei verschiedene Inseln, war ganz sch\u00f6n, wenn auch sehr touristisch. Die Leute hier in Malaysia sind sehr nett. Nicht das erste Mal kommt auf einmal ein &#8222;M\u00fceti&#8220; daher, und gibt mir Biscuits oder Schoggi und alle wollen wissen, woher denn dieser Exot kommt? Oh, very nice country, Switzerland! Und schon gibt&#8217;s die Zusatzportion Biscuits. Oder, zwischendurch fragen mich die Leute, ob sie ein Foto mit mir machen d\u00fcrften. Klar doch&#8230; Der Kalender schrieb inzwischen den 14. Januar. Per F\u00e4hre fuhr ich s\u00fcdw\u00e4rts auf die Insel Penang. Dort bezog ich ein sehr einfaches Zimmer in der ebenfalls unter UNESCO-Weltkulturerbe stehenden Stadt George Town. Die Stadt fand ich sch\u00f6n, es hat hat einmal mehr viele Tempel und was ich speziell fand, ist die sogenannte Street Art. Da werden an H\u00e4usern in der Altstadt Zeichnungen mit zum Teil richtigen Gegenst\u00e4nden vermischt. Es stehen ein paar Bilder dazu im Blog. Mit dem Bus und der Standseilbahn bin ich auf den h\u00f6chsten Punkt von Penang gefahren, eine tolle Aussicht. Zudem besuchte ich den gr\u00f6ssten buddhistischen Tempel in S\u00fcdostasien. Dieser wird gerade f\u00fcr das chinesische Neujahr am 31.01.\/01.02. herausgeputzt und dekoriert. Am Folgetag machte ich im Nationalpark eine nicht allzu anspruchsvolle Wanderung zum Turtle Beach (Schildkr\u00f6ten Strand), jedoch waren weit und breit keine Schildkr\u00f6ten zu sehen. Na klar, die kommen vor allem nachts aufs Land&#8230; Das war dann auch mein letzter Tag auf dem westlichen Teil von Malaysia. Weiter geht es auf die Insel Borneo, die im Osten von Malaysia liegt, der Dschungel wartet.<\/p>\n<p>Thema l\u00e4ngste Br\u00fccken der Welt: Penang ist mit einer 13,5 km langen Br\u00fccke mit dem Festland Malaysias verbunden. Dies ist doch schon eine recht lange Br\u00fccke, aber bei weitem nicht die l\u00e4ngste der Welt. Seit 2008 wird im S\u00fcden von Penang eine neue Br\u00fccke gebaut, die dann 23 km lang sein wird. Wo stehen die l\u00e4ngsten Br\u00fccken \u00fcber Wasser der Welt? Als Vergleich nehme ich die \u00d6resundbr\u00fccke, die Kopenhagen mit Malm\u00f6 verbindet. Sie ist 7,8 km lang. Europarekordhalter ist jedoch Portugal mit der Vasco da Gama-Br\u00fccke mit 17,2 km. Die Pl\u00e4tze drei und zwei weltweit halten die USA mit der Mancha Swamp Br\u00fccke, die 36,7 km lang ist, resp. dem Lake Pontchartrain Causeway mit 38,4 km. Weltrekord h\u00e4lt China, mit einer 42,5 km langen Meeresbr\u00fccke. Man stellt sich vor, man k\u00f6nnte darauf in einer Richtung einen Marathon laufen, inkl. Dusche&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. &#8211; 8. Januar: Noch das letzte Mal f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit ein wirklich leckeres Morgenessen in einem 5*-Hotel und dann ging es f\u00fcr mich fr\u00fchmorgens weiter in den Dschungel. Nach ungef\u00e4hr 3 Stunden Busfahrt kamen wir am Rande des Dschungels an. Mit einem sehr einfachen Motorboot, mussten wir 69 km flussaufw\u00e4rts fahren, um in das Dorf Kuala Tahan im National Park Taman Negara zu gelangen. Von dort wurden wir \u00fcber das Programm instruiert, da ich gleich eine Tour gebucht habe. Gewohnt habe ich in einem Hostel, sehr einfach, aber zweckm\u00e4ssig. Die Tour bestand darin, am Abend einen Nachtspaziergang im Dschungel zu machen, am n\u00e4chsten Tag \u00fcber die l\u00e4ngste Fussg\u00e4nger-H\u00e4ngebr\u00fccke der Welt zu laufen und auf einen Aussichtsh\u00fcgel hinauf zu kraxeln. Am Nachmittag war noch ein Besuch in einem einheimischen Dorf geplant. Der Nachspaziergang war spannend, man musste ja nie recht, was da so auf einem zukommen w\u00fcrde. So viele Tiere wie erwartet haben wir dann auch wieder nicht gesehen. Dennoch entdeckten wir ein paar Spinnen, giftige und weniger giftige, eine kleine Baumschlange (ungiftig), und nat\u00fcrlich ein paar Insekten, K\u00e4fer und Raupen. Begleitet wurde das Ganze akustisch von Grillen. Und dann h\u00f6rten wir immer diese Schauerm\u00e4rchen \u00fcber die Blutegel, die \u00fcber einem herfallen. Auf jeden Fall sah ich keinen einzigen, oder ich war zu wenig attraktiv f\u00fcr sie&#8230; \ud83d\ude09 Die Vegetation im Dschungel ist schon sehr sch\u00f6n. Da ragen Gr\u00e4ser, B\u00fcsche und B\u00e4ume hervor, einfach herrlich. Die h\u00f6chsten B\u00e4ume k\u00f6nnen bis \u00fcber 60 Meter hoch werden, das ist schon imposant. Der Spaziergang \u00fcber die l\u00e4ngste Fussg\u00e4nger-H\u00e4ngebr\u00fccke hat mir gut gefallen. Wir konnten bis ca. 40 Meter \u00fcber Boden von Baumkrone zu Baumkrone laufen. Leider war die H\u00e4lfte der H\u00e4ngebr\u00fccke wegen Unterhaltungsarbeiten geschlossen, und somit war ich halt doch nicht auf der l\u00e4ngsten H\u00e4ngebr\u00fccke der Welt! Sobald man innerhalb des Regenwaldes ist, wird es naturbedingt sehr feucht und warm. Da ist die Gratis-Sauna auch gleich mit dabei. Der Ort Kuala Tahan ist doch sehr touristisch, und ich denke, deshalb sieht man hier auch nicht wirklich viele Tiere. Um ehrlich zu sein, hat es mir nichts ausgemacht, wenn es nicht zu viel gekrabbelt und gezischt hat. Die Vegetation war dennoch erlebnisreich. Am liebsten h\u00e4tte ich Tarzan gespielt, \u00fcberall hingen Lianen herunter. Da jedoch keine Jane in Aussicht war, liess ich es dann aber sein&#8230; \ud83d\ude09 Nach dem Dschungeltrip ging es mit dem Boot wieder aus dem Nationalpark hinaus, diesmal brauchten wir eine Stunde weniger, da wir mit der Flussstr\u00f6mung fahren konnten. Am Ende der Bootsfahrt bestieg ich einen Minibus, der mich ins Hochland brachte, zu den Teeplantagen in den Cameron Highlands. Es sah genau so aus wie in Indien, diese immergr\u00fcnen Teeb\u00e4ume sind f\u00fcr mich auch eine Augenweide. Wie fast \u00fcberall schaute ich, dass ich auf eine Tour mitgehen konnte. Da wird man erstens herumgef\u00fchrt und zweitens erf\u00e4hrt man auch immer einiges \u00fcber Land, Leute und Produktion. Unter anderem besichtigten wir eine Teeproduktionsfirma und machten eine Wanderung im Moosregenwald, eine feuchte Angelegenheit&#8230; Die Temperaturen waren nat\u00fcrlich auf 1500 &#8211; 1800 m.\u00fc.M. sp\u00fcrbar k\u00e4lter, aber f\u00fcr meinen Begriff sehr angenehm.<\/p>\n<p>Thema Tee: Wenn man schon in den Teeplantagen ist, dann muss ich mich doch fast dieser Pflanze, resp. diesem Getr\u00e4nk ann\u00e4hern, schliesslich bin ich ja auch ein Teetrinker. Wie wird Tee hergestellt? Als erstes werden die obersten Bl\u00e4tter und Knospen der Teeb\u00e4ume geschnitten, je nach Qualit\u00e4t nur gerade die obersten Bl\u00e4tter, in der Regel die vier letzten. Geerntet wird \u00fcbrigens das ganze Jahr, alle drei Wochen werden die B\u00e4ume, resp. die Bl\u00e4tter geschnitten. F\u00fcr alle Tees gibt es den gleichen Strauch, resp. Baum. Der Unterschied der verschiedenen Tees liegt in der Herstellung. F\u00fcr den klassischen Schwarztee gibt es f\u00fcnf Prozesse. Als erstes werden die Bl\u00e4tter angetrocknet, so dass ca. 50 % der Fl\u00fcssigkeit aus den Bl\u00e4ttern heraustritt. Dies dauert ungef\u00e4hr 12 Stunden, wird meistens \u00fcber Nacht gemacht. Dies nennt man Welken. Dann werden die Bl\u00e4tter maschinell zwischen zwei Scheiben gerollt. Damit werden die Stengel entfernt und die Bl\u00e4tter setzen \u00e4therische \u00d6le frei. Beim dritten Prozess werden die Bl\u00e4tter, resp. die Masse nach Qualit\u00e4t sortiert. Da die Bl\u00e4tter \u00e4therische \u00d6le freisetzen, gibt es nun bei der vierten Station eine chemische Reaktion, die Fermentation. Da werden die urspr\u00fcnglich gr\u00fcnen Bl\u00e4tter braun, bis dunkelbraun. Dies ist dann auch die Farbe des Schwarztees (warum eigentlich Schwarztee, ist doch braun&#8230;?, wird in Ostasien als roter Tee bezeichnet!). Beim letzten Prozess wird nun die ganze Masse getrocknet, abgef\u00fcllt und verkauft. Beim Gr\u00fcntee verzichtet man gewollt auf die Fermentation, deshalb bleibt die Masse gr\u00fcn, und man hat Gr\u00fcntee. Das ist eine Kurzfassung zur Herstellung von Tee. Nun kommt nat\u00fcrlich noch die Geschichte mit den Aromen sowie Fr\u00fcchte- und Kr\u00e4utertees dazu&#8230; Ja, dann mal abwarten und Tee trinken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><\/strong>27. Dezember 2013 &#8211; 2. Januar 2014: In Singapur bestieg ich am Morgen den Bus, das Ticket hatte ich bereits Tage zuvor gepostet. Vom Stadtzentrum brauchten wir etwa eine Stunde bis zur Grenze. Da ging die Post ab! Etwa im Minutentakt h\u00e4lt ein Bus nach dem anderen. Dann m\u00fcssen nat\u00fcrlich alle Passagiere aussteigen, um den Ausreisestempel von Singapur in den Pass zu bekommen. Wer nun meint, in Singapur sei alles top-organisiert, der kann sich auch t\u00e4uschen, auf jeden Fall, wenn es um die Ausreise geht. F\u00fcnf Viertelstunden mussten wir anstehen, bis wir den Stempel kriegten. Auf einmal wurden Erinnerungen aus Afrika wach, dort brauchte ich ja auch jeweils eine Ewigkeit, um in ein anderes Land zu gelangen. Nach Erhalt des Stempels steigt man wieder in den Bus und f\u00e4hrt auf die malaysische Seite, dauerte sage und schreibe rund 3\/4 Stunden, da es ziemlich Verkehr hatte. Wenn man dr\u00fcben ist, muss man sein Gep\u00e4ck nehmen und bei der malaysischen Immigration anstehen. System? Was ist das genau? Etwa der neue Brotaufstrich von der Migros? \ud83d\ude42 Auf jeden Fall kennt man das hier in S\u00fcdostasien nicht wirklich. Zu hunderten, ja zu tausenden pro Tag str\u00f6men Einreisende in das Geb\u00e4ude vom malaysischen Zoll, von links, rechts, hinten, vorne, einfach von \u00fcberall kommen die Leute mit ihrem Gep\u00e4ck, und das bei \u00fcber 30\u00b0 C und einer ziemlich hohen Luftfeuchtigkeit. Aber irgendeinmal ist man auch dran, um einen Stempel im Pass reicher, und die blauen Zehen kriegt man auch umsonst, schliesslich muss man ja irgendwo hinstehen und sein Gep\u00e4ck deponieren&#8230; Dann muss man seinen Bus wieder suchen, dieser muss umparkiert werden. Nach insgesamt \u00fcber drei Stunden war ich in Malaysia! Dabei wurde mir dann mitgeteilt, dass der Bus nur 20 Minuten an der Grenze auf einem wartet, sonst f\u00e4hrt er weiter. Nun bei einem solchen Chaos spielt die Zeit auch nicht mehr so eine grosse Rolle, und der Bus wartete auf alle Passagiere. Nach etwa drei weiteren Stunden kam ich in Malacca an, meine erste Station in Malaysia. Diese Stadt steht unter UNESCO-Weltkulturerbe. Es hat einen wirklich sch\u00f6nen historischen Stadtkern, ansonsten ist diese Stadt nichts besonderes. Speziell sind die Rikschas dort, kitschiger k\u00f6nnten sie nicht sein. Jedes ist mit Teddys, Hello-Kitty-Katzen oder sonstigem Klimbim geschm\u00fcckt, am Abend strahlen sie mit dem Stern von Bethlehem um die Wette, und jedes hat eine Riesen-Stereoanlage, wohl das teuerste an der Rikscha. Man hat das Gef\u00fchl die Rikschas kommen h\u00fcpfend daher, so laut wird die Musik abgespielt. Die fahren einem in der ganzen Stadt umher. Ich machte noch eine Flussfahrt, die war ganz nett, vor allem kann man auch am ganzen Ufer entlang schlendern. Die Besitzerin des einfachen Hotels, wo ich hauste, war sehr nett und fuhr mich am Morgen vom 30.12. zum Busbahnhof, wo ich in einen Bus nach Kuala Lumpur einstieg. Unterwegs gab es einen Knall, aber eher einen diskreten. Meine erste Reaktion war der Griff zu meinen Schuhb\u00e4ndeln, das kenne ich ja aus S\u00fcdafrika. Nein, diesmal brauchte es meine Schuhb\u00e4ndel nicht, der Reifen war alle. So fuhren wir zur n\u00e4chsten Tankstelle, die zum Gl\u00fcck nicht weit weg war. Auf einmal eine Diskussion, ich verstand nur KL (steht f\u00fcr Kuala Lumpur), da sich meine malaysischen Sprachkenntnisse in Grenzen hielten&#8230; Ich fragte nach, der Fahrer deutete auf einen anderen Bus, ich solle doch in diesen einsteigen, da dieser auch nach Kuala Lumpur fahre. Noch schnell mein Gep\u00e4ck nehmen, rein in den n\u00e4chsten Bus, und weiter ging&#8217;s. Auf einmal hielt der Bus irgendwo. Ich hatte keine Ahnung wo ich war. Ich ging dann mal in ein modernes Geb\u00e4ude, es hatte auch ein paar Schienen etwas weiter entfernt. Bei der Info teilte man mir mit, dass ich nun mit dem Zug nach Kuala Lumpur fahren k\u00f6nne. Sir, hier noch eine Karte, wo Sie umsteigen m\u00fcssen. Dankesch\u00f6n, mache ich doch! Es dauerte rund eine halbe Stunde, dann war auch ich in KL. Vom Stadtzentrum noch in einen Monorailzug und schon war ich beim Hotel. Dort habe ich mit Michu abgemacht, der ja auch auf einer Weltreise ist. Ich freute mich wirklich, Michu wieder mal zu sehen. Da wir also zusammen \u00fcber die Silvestertage waren, buchten wir ein Zimmer in einem 5*-Schuppen, man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts. In Asien sind die Preise auch entsprechend humaner, und so lag dies gerade noch im Budget&#8230; \ud83d\ude09 Wir konnten uns nat\u00fcrlich \u00fcber unsere Erfahrungen austauschen und einfach die Zeit zusammen geniessen. Wir erkundeten die Stadt gemeinsam, am Silvester gingen wir zu den ber\u00fchmten Petronas-Towers, wo es eine Riesen-Party mit Feuerwerk gab. W\u00e4hrend mehr als drei Stunden wurde auch ein Wasserspiel organisiert, wirklich sehr beeindruckend. Es str\u00f6mten immer mehr Leute auf das Gel\u00e4nde, mir war auf einmal nicht mehr so wohl. Ein Gedr\u00e4nge, ich hoffte einfach, dass hier keine Panik ausbrechen w\u00fcrde. Aber es geschah zum Gl\u00fcck nichts. Michu hatte leider mit den T\u00fccken seines Magens zu k\u00e4mpfen, weshalb er etwas auf Sparflamme war. Es tat mir wirklich Leid f\u00fcr ihn, aber eben, da kann man nichts machen. Nach vier Tagen war dieses Gastspiel bereits zu Ende, ich fuhr Richtung Dschungel, Michu reiste nach Australien weiter. Adieu, Michu bis in 9 Monaten wieder! Es war wirklich toll, einen Freund auf der Reise zu treffen.<\/p>\n<p>Thema \u00d6l: Malaysia ist bei uns nicht sehr bekannt. Was weiss man schon dar\u00fcber? Diejenigen, die den Sport verfolgen, wissen, dass es j\u00e4hrlich ein Formel 1-Rennen in Malaysia gibt. Die gr\u00f6sste \u00d6l- und Gas-F\u00f6rderungsfirma heisst Petronas. Dies ist die Abk\u00fcrzung von Petroliam National Berhad. Die Firma befindet sich in Staatsbesitz und geh\u00f6rt zu den 500 gr\u00f6ssten Unternehmen der Welt. Die bauten auch die bekannten Petronas-Towers, die ihr auf meinen Bildern sehen k\u00f6nnt. Es liegt auf der Hand, dass der Hauptsitz sich dort befindet. Diese Firma war ja auch der erste Partner von unserem Formel 1-Team, dem Petronas-Sauber-Team, wenn ihr euch noch erinnern m\u00f6gt, von 1997 bis 2009. Die Firma betreibt auch Tankstellen im Land, im Moment gegen 900. Ein Liter Benzin kostet hier gerade mal umgerechnet 60 Rappen&#8230; Von solchen Preisen k\u00f6nnen wir in Europa nur tr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27. Dezember 2013 &#8211; 24. Januar 2014 17. &#8211; 23. 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